Alsdorf - „Basar der Kulturen” setzt viele Akzente

„Basar der Kulturen” setzt viele Akzente

Von: Stefan Schaum
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Hier beginnt die Integration:
Hier beginnt die Integration: Auch die KInder hatten Spaß beim multikulturellen Miteinander auf dem Alsdorfer Denkmalplatz. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. So verschieden und doch ganz dicht beieinander: Beim ersten „Tag der Integration” auf dem Alsdorfer Denkmalplatz haben sich viele Folkloregruppen und Vereine, Sänger, Sportler und Tänzer in Szene gesetzt und dabei gezeigt, wie multikulturelle Vielfalt des Leben in einer Stadt bereichern kann.

Eine Zeltstadt hatten die Veranstalter dieses „Basars der Kulturen” - die Stadt Alsdorf und der Integrationsrat - dazu zwischen Bühne und Dreiklang aufgezogen. Zwar wurden die Infostände zeitweilig von teils kräftigen Windböen arg gebeutelt, doch tat das Wetter dem Publikumszuspruch keinen Abbruch. Viele hundert Besucher nutzten den Tag, um sich ein Bild von den kulturellen Einflüssen zu machen, die das Leben in Alsdorf prägen.

Eingeleitet wurde der Aktionstag von einem Podiumsgespräch, moderiert von unserem Redakteur Karl Stüber. Auf die Frage, wie man möglichst viele Menschen beim Thema Integration mit ins Boot holt, antwortete Bürgermeister Alfred Sonders. „Wir müssen uns auf menschlicher Ebene und auf Augenhöhe begegnen und einander kennen und verstehen lernen. Zudem ist es wichtig, Migranten Wege in die Zukunft zu weisen. Das geht nur, wenn Themen wie Bildung und Chancen auf einen Arbeitsplatz vorangebracht werden.”

Großer Zuspruch

Befragt nach seinen Wünschen, äußerte Integrationsratsvorsitzender Mevlüt Zorlu, „dass sich die Fraktionen noch stärker mit dem Thema Integration auseinandersetzen sollten. Der Zuspruch am heutigen Tag zeigt jedenfalls, dass wir die Menschen in der Stadt gut erreichen können.” Mehr Input - den wünschte sich beim Podiumsgespräch auch Dehmet Jawher, Vorsitzende des Arbeitskreises der kommunalen Migrantenvertretungen. „Die Kommunen könnten sich noch stärker in diesem Prozess beteiligen.”

Denn die Erfolge der Arbeit seien messbar, wie auch Dietmar Havenith, Vertreter des Integrationsbüros der Städteregion, unterstrich: „Die Sprachförderung ist uns ein wesentliches Anliegen. Damit setzen wir schon bei den Jüngsten an.” Damit eine Verständigung nicht an der Sprachbarriere scheitert.

Wie Integration in der Schule funktioniert, machte Ralf Bauckhage, Lehrer an der Alsdorfer Gesamtschule, deutlich: „Sie funktioniert im täglichen Miteinander. Die Schüler sind stets gefordert, sich in kleinen gruppen im Unterricht auszutauschen und dabei auch vieles über die Herkunft des anderen zu erfahren”. Jüngst waren Schüler im Rahmen des Comenius-Projekts an dieser Schule zu Gast in der türkischen Stadt Dalaman. „Wir haben dort bei vielen Kunst- und Musikworkshops Einblicke in die Kultur vor Ort bekommen”, sagte Schülersprecher Fares Algabhra.

Solche Eindrücke gab es auch beim Tag der Integration reichlich. Unter Moderation von Brigitte Hinkelmann startete ein gut dreistündiges Bühnenprogramm. Brasilianische und afrikanische Percussion, russische Chorgesänge, deutsch-türkischer Rap, Kampfkunst und närrische Botschafter des Karnevals wechselten sich dabei ab.

Derweil konnten Besucher an den Ständen Kunsthandwerk erleben - darunter afrikanische Holzkunst oder arabische Kalligraphie - oder sich kulinarisch verwöhnen lassen. Mit einem Tässchen marokkanischen Pfefferminztees etwa oder einer frisch zubereiteten türkischen „Lahmacun”. Ganz nach Wunsch des Integrationsratsvorsitzenden Mevlüt Zorlu: „Genießen Sie Bekanntes und lernen Sie Neues kennen!”
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