Barrierefrei wohnen: Rahmenplan für Alsdorf wird vorgestellt

Von: mas
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Auch auf dem Gelände der abgerissenen Gerhart-Hauptmann-Schule in Alsdorf-Ost sollen barrierefreie Wohnungen entstehen. Foto: Malinowski

Alsdorf. Wie könnte das Generationenwohnen in Alsdorf-Busch künftig aussehen? Baesweiler macht’s vor. „So, wie beispielsweise im Carl-Alexander-Park (CAP)“, lautete einer von vielen Vorschlägen. Franz Brandt (CDU) hatte sich dort näher umgesehen und könnte sich eine solche Anlage wie im CAP auch in Busch vorstellen.

Der Tipp kam, als der Ausschuss für Stadtentwicklung unter Vorsitz von Heinrich Plum den „Rahmenplan Generationenwohnen in Alsdorf“ behandelte.

Angebote nicht ausreichend

Matthias Otte, Fachgebietsleiter Bauleitplanung, stellte wesentliche Merkmale des Rahmenplans vor. Ziel ist, möglichst vielen Menschen, insbesondere Älteren, eigenen barrierefreien Wohnraum bieten. „Es stehen längst noch nicht ausreichende Angebote zur Verfügung“, sagte Otte. Im Jahr 2040 werden voraussichtlich 31 Prozent mehr Bürger gezählt, die das 65. Lebensjahr erreicht haben. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar fast 86 Prozent, so die Schätzung.

Wertvolles Zahlenmaterial hat Alsdorf auch aus den Stadtteilgesprächen aus den Jahren 2012 bis 2013 entnommen. Der Rahmenplan „Generationenwohnen“ „soll die Grundlage dafür sein, dass alte Menschen künftig auch unabhängig von Krankheit und Pflegebedürftigkeit die Wahl ihres Wohnortes selbst treffen können“, sagte er. Stationäre Einrichtungen in Alsdorf halten 451 Pflegeplätze in sechs Einrichtungen vor. Insgesamt 47 Plätze gibt es im Bereich des betreuten Wohnens, verteilt auf zwei Pflegeeinrichtungen.

Wo könnte, wie und wie umfangreich gebaut werden? Was ist in Sachen Nahversorgung in verschiedenen Stadtteilen zu tun?, wollten Ausschussmitglieder diskutiert wissen. Otte klopfte alle Stadtteile ab. „Kleinteilige Ergänzungen“ sind in Warden im Plan. Drei barrierefreie Mehrfamilienhäuser (Quellenstraße) bieten 18 Wohneinheiten. Das Projekt ist in der Umsetzungsphase. In Schaufenberg ist das Haus Christina mit 33 Pflegeplätzen ausgestattet. Diese sollen durch geplante Ein- und Mehrfamilienhäuser mit 14 Wohneinheiten ergänzt werden.

In Mariadorf und Blumenrath sollen durch Erschließung von neuen Baugebieten unter anderem sechs neue Häuser mit 40 Wohneinheiten entstehen. In Busch und Zopp ließen (Bebauungsplan 295) sich weitere Mehrfamilienhäuser bauen, die zu den 79 vorhandenen Pflegeplätzen in Busch 25 zusätzliche Wohneinheiten bieten würden. Die gute Anbindung des Ortsteils Busch an Alsdorf-Mitte würde einen „seniorengerechten Wohnpark“ möglich werden lassen. Dort könnten – ähnlich wie in Baesweiler – 59 Bungalows entstehen.

Die „sehr alten Stadtteile“ Ofden, Duffesheide und Schleibach haben kaum Angebote. Dies könne sich aber ändern, wies Otte auf das Baugebiet „Am Tierpark“ und auf die brach liegende Fläche im Bereich der evangelischen Kirche in Ofden hin. „Ein sehr umfangreiches Angebot“ gibt es in Hoengen. 49 Wohneinheiten und 73 stationäre Pflegeplätze sowie 18 Plätze betreutes Wohnen (Seniorenzentrum St. Anna).

Ergänzend sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit 18 Wohneinheiten entstehen. Der ehemalige Rhenania-Sportplatz, das Gelände der Gerhart-Hauptmann-Schule sowie eine derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche im Bereich der Posener Straße sowie die avisierte Aufgabe des Kellersberger Sportplatzes lassen weiteren Raum zu.

102 Einheiten für Mitte

Auch in der Broicher Siedlung wird es neue Mehrfamilienhäuser geben, die mit 14 Wohnungen ausgestattet werden sollen. Alsdorf Mitte und Neuweiler sehen Häuser am Willy-Brandt-Ring (35 Wohneinheiten), am KuBiZ, „Hinter dem Rathaus“, an der Bergehalde Anna 1 oder im Bereich des Baugebietes „Schützenstraße“ vor. Werden diese Projekte alle realisiert, würden in Alsdorf-Mitte 102 neue Wohneinheiten entstehen.

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