Bardenberger Heimatbühne: „Weiberwirtschaft” macht Platz für Kerle

Von: Daniel Gerhards
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Der Beginn einer unerwarteten Liebe: Auch Gunda (Gerda Dohmen) und Viehhändler Kuno (Hans Dohmen) kommen sich näher. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath/Würselen. Was ist bloß auf Friedas Bauernhof los? Zumindest in Sachen Männer nicht viel. Schon lange ist für die beiden Nichten der Bäuerin kein Kerl Sicht. Trotzdem entwickelt sich auf dem Hof eine Geschichte mit vielen heimlichen und weniger heimlichen Liebschaften.

Die Premiere des Stücks „Weiberwirtschaft” des Theatervereins Bardenberger Heimatbühne - Dramatische Vereinigung der Dilettantenfreunde - haben jüngst gut 300 Besucher in der Aula der Merksteiner Europaschule erlebt.

Ab der ersten Szene des Stücks hält Frieda (Martina Havers) ihre beiden Nichten ganz schön auf Trab. „Es gibt genug Werk”, sagt die Alte stets. Widerwillig quälen sich die Lena (Denise Griebe) und Irma (Janine Sieben) daher aus den Federn. An Männern haben die jungen Frauen jedoch noch weniger Interesse als an der Hausarbeit. Jedenfalls halten sich die beiden die Jungs gern mit ihrem „gesunden Stallgeruch” vom Leib. Der einzige Mann, den sie auf dem Hof dulden, ist Knecht Anton (Heinz Kremer). Doch ist der etwas seltsam und gibt vor, im Stall die Eier auszubrüten. Aber wird der „Hühnertoni” seinen gefiederten Freunden tatsächlich immer ähnlicher - oder ist das alles nur Fassade?

Besonders amüsant sind die Dialoge zwischen Nachbarin Gunda und Bäuerin Frieda. Die beiden ziehen im feinsten Platt Gott und die Welt durch den Kakao. Die Männer sind bei Gunda (Gerda Dohmen) nicht gut gelitten. „Vor der Ehe sind sie nicht zu zügeln - danach musst du die an den Zügeln ins Schlafzimmer schleifen!” Turbulent wird das Stück, als alle Protagonisten wegen eines Unwetters eine gemeinsame Nacht auf Friedas Hof verbringen müssen. Und Anton hat sich in Anni (Jacqueline Steins) verliebt!

Das darf ihr Vater, Viehhändler Kuno (Hans Dohmen), allerdings nicht wissen. Also verkleidet Anton Anni kurzerhand als Mann. Kuno findet sich seinerseits in den Fängen von Nachbarin Gunda wieder. Perfekt wird das Chaos, als die eigentlich so keuchen Nichten Lena und Irma sich in Tom (Rolf Poqué) und Ingo (Daniel Nießen) verlieben. Da Männer auf dem Hof jedoch tabu sind, verkleiden sie die Angebeteten als Frauen!

Den Schauspielern und den Regisseuren, Hans Meeßen und Gerda Dohmen, ist es gelungen, den Schwank von Erich Koch lebhaft und mit vielen witzigen Szenen auf die Bühne zu bringen. Und bei Textpannen half Souffleuse Irene Poqué gern weiter.

Noch vier weitere Aufführungen

Die „Weiberwirtschaft” ist noch des öfteren in der Region zu sehen. Am Samstag, 13. März, um 19.30 Uhr, und am Sonntag, 14. März, um 16.30 Uhr jeweils in der Mehrzweckhalle Bardenberg. Am Samstag, 20. März, um 19.30 Uhr, und am Sonntag, 21. März, um 16.30 Uhr hebt sich der Vorhang im Kulturzentrum Frankenberg in Stolberg. Der Eintritt kostet jeweils sieben Euro.

Karten gibt es im Vorverkauf in Würselen in der Gaststätte Haus Steinbusch, Heidestraße 38, sowie bei Schreibwaren Pfennings, Dorfstraße 2a und Kaiserstraße 25. In Herzogenrath gibt es Karten bei Werbetechnik Topa, Südstraße 31a, bei Lotto-Toto Schurse, August-Schmidt-Platz 17, sowie in den Buchhandlungen Katterbach, Südstraße 67, Ferdinand-Schmetz-Platz 1 und August-Schmidt-Platz 14.
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