Barbara-Kapelle ist auch für die Helfer eine Herzensangelegenheit

Von: Elisa Zander
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Fleißig bei der Sache: Die Ar
Fleißig bei der Sache: Die Arbeiten an der Barbara-Kapelle schreiten zügig voran. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Im „Barbara-Fieber” - das sind die Arbeiter immer noch. „Wenn es einen einmal packt, dann lässt es einen nicht mehr los”, beschreibt Josef Kohnen vom Bergbaumuseums-Verein Grube Anna.

Fünf Stunden täglich fertigen derzeit vier Arbeiter von montags bis donnerstags die Innenschalung der Barbara-Kapelle. Kleine Bretter werden von Michael Wijnandts, Pascal Prochnow, Fritz Schaffrath und Leo Widdeler passgenau gesägt und angebracht. Noch zwei bis drei Wochen, schätzt Kohnen, werden die vier Männer an der Verschalung arbeiten. Dann folgt, ebenfalls in kleinteiliger Arbeit, das Eisengeflecht. Es sind notwendige Vorarbeiten, um später zwischen die Holzschalung und der Stahlmatte den Beton zu gießen, der später die Grundform bildet.

In dem Kuppelbau, der nach Entwürfen des verstorbenen Alsdorfer Künstlers Ludwig Schaffrath entsteht, bekommt die Schutzheilige der Kumpel auf dem ehemaligen Zechengelände „einen angemessenen Platz”, wie Kohnen findet. Im Dezember 1993 ist die Figur, die vom Künstler Heinrich Moshage entworfen wurde, und viele Jahre unter Tage auf der 610- und später auf der 860-Meter-Sohle über die Bergleute auf Anna wachte, zu Tage geholt worden. Lange hatte es um die Errichtung der Kapelle Diskussionen in der Stadt gegeben. Nun hoffen die Ehrenamtlichen, im März Richtfest feiern zu können.

Die Kapelle, die ebenerdig durch einen stollenmundartigen Zugang erschlossen wird, erhält als natürliche Lichtquelle einen eingelassenen Schachtstumpf. Ein sogenannter Duckelbau soll es werden, der dem Besucher das Gefühl vermitteln soll, sich unter Tage zu befinden. „Wir versuchen das zu treffen, was Ludwig Schaffrath wollte”, betont Kohnen, der bei der Planung in engem Kontakt zu Ursula Schaffrath-Busch, der Tochter des Künstlers, steht.

Die Begeisterung im 13- bis 15-köpfigen Team hat seit dem Spatenstich im Oktober 2011 nicht nachgelassen. Dazu trägt auch die Unterstützung der Bürger bei, die etwa nach einem Aufruf dieser Zeitung zahlreich erschienen, um das Material von der Kraftzentrale an den Bauplatz zu schaffen. Eine Herzensangelegenheit ist die Barbara-Kapelle für viele. So, wie sie es auch für Ludwig Schaffrath war.
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