Bangen ums Hallenbad: Weitere Untersuchungen an der Bergerstraße

Von: yl
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Das Hallenbad an der Bergerstraße wird länger nicht genutzt werden können. Symbolbild: imago/imagebroker

Herzogenrath. Eigentlich sollte das Hallenbad an der Bergerstraße „nur“ bis Mittwoch geschlossen sein, nun stellt sich heraus, dass die Einrichtung länger nicht genutzt werden kann. Zeitdruck soll aber eine fundierte Analyse der Schäden nicht beeinträchtigen, ließ die Verwaltung im Bau- und Verkehrsausschuss verlauten.

Technischer Beigeordneter Ragnar Migenda sagte, am Dienstag habe ein Ingenieursbüro aus Aachen die Lage sondiert. Die Ergebnisse würden seitdem akribisch ausgewertet. Bereits jetzt sei es unwahrscheinlich, dass Probleme an der Kanalisation die Ursache sind.

Es deute nach wie vor alles darauf hin, dass einsickerndes Grundwasser für Auswaschungen und Schäden verantwortlich sei. Offenbar hat die Konstruktion der im Jahre 1971 errichteten Anlage begünstigt, dass Wasser schon länger unbemerkt in die Grundfesten hat eindringen können.

Das Becken sei auf drei Fundamentteile gestützt. Durch die „Drei-Punkt-Bauart“ stehe jedoch auch das gesamte Gebäude auf diesen Blöcken. Eine Analyse soll klären, ob tragende bzw. nicht-tragende Teile des Bauwerks betroffen sind.

Durch weitere Bohrungen im Fundament soll die Bodenbeschaffenheit festgestellt werden. Schäden an der Fassade, die bis vor einigen Tagen als zweites Hauptproblem ausgemacht worden waren, seien momentan weitaus weniger tragisch als angenommen. Wäre tatsächlich die Tragfähigkeit der Fundamente betroffen, so bedeute dies das von Dr. Bernd Fasel (Grüne Fraktion) nachgefragte „Worst-Case-Szenario“: den Totalschaden.

Migenda sagte jedoch, dass eine vorschnelle Einteilung der Ergebnisse in „gut“ oder „schlecht“ nicht angebracht sei. „Die Bandbreite der möglichen Szenarien ist riesig, eine Betrachtung in Schwarz-Weiß ist momentan nicht förderlich.“ Dieter Gronowski (CDU-Fraktion) fühlte sich wie Fasel an das Kohlscheider Hallenbad erinnert. „Der Zeitdruck darf keine Flickschusterei verursachen. Wir müssen uns gegebenenfalls auch mit der Möglichkeit auseinandersetzen, frühzeitig die Reißleine zu ziehen“, betonte Gronowski.

Die Auswertungsarbeiten werden laut Migenda noch bis zum Wochenende andauern. Schon jetzt sei jedoch abzusehen, dass die Instandsetzungskosten so hoch ausfallen, dass der Rat zustimmungspflichtig sein wird. Ferner betonte er die Wichtigkeit einer direkten Kommunikation zwischen Verwaltung und den betroffenen Vereinen und Schulen. Eine Sondersitzung zum Thema sei denkbar.

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