Alsdorf - Balken marode: Mariadorfer Kirche geschlossen

Balken marode: Mariadorfer Kirche geschlossen

Von: rp
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Alsdorf. Die Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis ist aus statischen Grünen mit unmittelbarer Wirkung geschlossen worden. Zwei der zehn Trägerbalken sind gebrochen, weitere zeigen bereits Risse.

Die Josefs-Gesellschaft war seinerzeit vom Bistum Aachen beauftragt worden, die Werte der kirchlichen Gebäude nach Standfestigkeit und Zustände zu ermitteln. Bei vielen Gebäuden war man der Meinung, dass nicht alle Schäden behoben werden können. Daher hatten die Kirchenvorstände beider Pfarrgemeinden, St. Castor und St. Johannes XXIII., angeregt, auch die Kirchen durch einen Architekten des Bistums überprüfen zu lassen.

Von den insgesamt elf Kirchengebäuden der beiden Pfarren wurde die Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis in Mariadorf als letzte durch Mitarbeiter des Bistums, Architekten und einen Statiker überprüft. Und hierbei platzte die Bombe. Es wurden so schwere Schäden am Dachstuhl festgestellt, dass eine sofortige Schließung der Kirche erforderlich wurde. So waren bereits zwei der zehn Trägerbalken durchgebrochen, und die anderen zeigten viele Risse.

Bei der Restaurierung der Kirche im Jahre 1957 war der Dachstuhl komplett erneuert worden. Auf den Balken liegt das Gewicht des gesamten Kirchendaches. Ein Glück war, dass in diesem Winter bisher keine Schneelast zusätzlich zu tragen war. Nach Kenntnisnahme der schweren Schäden wurden Statiker und ein Architekt des Bistums mit Erfahrungen im Kirchenbau herbeigerufen, die nach Besichtigung am Montag den Verantwortlichen des Kirchenvorstandes dringend den Rat gaben, die Kirche umgehend zu schließen. Am Mittwoch wurde dann bei einer gemeinsamen Besprechung der beiden Kirchenvorstände der GdG mit den Fachleuten dieser Beschluss gefasst.

Jetzt will man die Ursachen der Schäden untersuchen. Danach kann erst entschieden werden, was gemacht werden muss und wie lange die Mariadorfer Kirche nicht mehr benutzt werden kann. Hierbei wird man sicherlich von einem längeren Zeitraum ausgehen müssen.

Die Pfarre Johannes XXIII. war aufgerufen, für die Weiterführung der kirchlichen Aktivitäten Übergangslösungen zu finden. Bald schon kamen Pfarrer Michael Krosch, Walter Kahn, der Vorsitzende der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG), Manfred Altmann, stellvertretender Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Pfarre, und Pastoralreferentin Bärbel Schumacher zu einer Lösung, um die Gottesdienste für alle weiter möglich zu machen.

So kann in der Pfarrkirche St. Marien nur die Kapelle betreten werden, um Kerzen an der Muttergottes zu entzünden. Um die Kirche herum wird zur Sicherung ein Bauzaun errichtet. Gemäß Absprache mit dem Kirchenvorstand, dem GdG-Rat und dem Pastoralteam finden alle Gottesdienste der Gemeinde St. Marien ab sofort in der Kirche St. Michael (Begau) statt, zum ersten Mal also am morgigen Sonntag, 21. Februar, 11.15 Uhr. Das betrifft alle Gottesdienste am Freitag und am Sonntag, die Eucharistiefeiern, die Andachten und die Taufen.

Es wird gebeten, die kommenden Pfarrbriefe zu beachten. Für Hochzeiten und Goldhochzeiten werden die angemeldeten Paare angerufen, und es wird überlegt, in welche Kirche sie ausweichen können. Beerdigungen (Exequien und Wortgottesfeiern) werden nach Absprache in den vier anderen Kirchen der Pfarre gehalten. Wortgottesfeiern können auch in der Trauerhalle auf dem Friedhof Mariadorf gehalten werden.

Der Evensong in der Fastenzeit findet sonntags um 18.30 Uhr in St. Michael statt, die Frühschicht am Samstag wie bisher auch im Pfarrheim Mariadorf. An der Begauer Kirche sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

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