Herzogenrath - Bald anderes Gas für rund 3000 Haushalte

Bald anderes Gas für rund 3000 Haushalte

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Auf jede Frage eine Antwort: Die enwor-Mitarbeiter (v.l.) Michael Schmitz, Richard Schindler und Manfred Kelleter halten das H-Gas-Informationsbüro in Betrieb.

Herzogenrath. Zum 1. September beabsichtigt der Energieversorger „enwor” (energie & wasser vor ort GmbH) alle Erdgaskunden in Herzogenrath einheitlich mit Erdgas der Qualität „H” beliefern.

Bisher erhalten die Stadtteile Herzogenrath Zentrum, Teile von Straß, Niederbardenberg, Bierstraß, Noppenberg, Ritzerfeld, Merkstein und Plitschard Gas der Qualitätsstufe „L”.

Ob ein Kunde von der Umstellung betroffen ist, erkennt er auf seiner Gasrechnung. Er findet in diesem Fall dort den Vermerk „Marktgebiet RWE L-Gas”.

Anlagen werden erfasst

Für die Umstellungen der Geräte sind umfangreiche Vorbereitungen erforderlich, die jetzt beginnen. Zunächst müssen alle Gasanlagen in den Ortsteilen erfasst werden. Mit der Erhebung dieser Daten beginnt das Service-Unternehmen am Donnerstag.

„Nach Abschluss der Erfassung im Februar/März informieren wir die Kunden über das Ergebnis und das weitere Vorgehen bei der technischen Anpassung der Geräte”, sagt Axel Gussen, Netzbetriebsleiter bei enwor. Die H-Gasumstellung selbst dauert durchschnittlich 30 Minuten.”

Der Versorger erläutert den Hintergrund der Neuerung mit der „sehr geringen Angebotsvielfalt” am Markt für L-Gas. Noch wichtiger sei, dass handelbare Reserven nach Expertenmeinung in etwa 15 Jahren knapp werden. Die Erschließung neuer Quellen sei sehr teuer.

Schnelle Entwicklung

„Wir erleben derzeit die schnellen Entwicklungen auf dem Erdgasmarkt”, sagt enwor-Geschäftsführer Friedrich Brinkmann. „Deshalb gilt es, Leistungskraft und Wirtschaftlichkeit der Erdgasversorgung für Herzogenrath langfristig zu sichern. Gute Einkaufsbedingungen sind dazu eine wichtige Voraussetzung.”

Für diese Import-Energie gebe es viele Lieferländer. „Der H-Gas-Markt ist groß und bietet langfristig gute Möglichkeiten, den Gaseinkauf zu optimieren.”

Da die H-Gas-Reserven um ein Vielfaches größer sind - Experten schätzen die Verfügbarkeit auf mindestens noch 70 Jahre - wird eine Umstellung früher oder später für alle Anbieter unumgänglich. „enwor steigt jetzt um, zu einem noch günstigen Zeitpunkt”, betont Axel Gussen.

Technische Anpassung

Bevor zum September die Heizungen in den genannten Stadtteilen mit H-Gas gespeist werden, müssen bei den Erdgasverbrauchsanlagen einige technische Anpassungen vorgenommen werden.

H-Gas hat einen höheren Brennwert als L-Gas. Deshalb müssen die Gasgeräte in rund 3000 Haushalten - das sind etwa 3500 Geräte - der neuen Qualität angepasst werden. Für die Kunden ist das grundsätzlich gebührenfrei.

„H-Gas nicht teurer”

„Bis Ende August sollen alle Umstellungsarbeiten beendet sein, ab 1. September soll das H-Gas zu den Kunden strömen”, plant Friedrich Brinkmann. „Das hat keine Auswirkung auf die Rechnung, H-Gas ist nicht teurer.”
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