Baesweilers „Schörjer“ erneut mit starkem „Alau“

Von: Stefan Schaum
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Die Sitzung der „Schörjer“ war mit gut 300 Zuschauern ausverkauft.

Baesweiler. Zurück mit einem großen Knall: In ihrer zweiten Sitzung nach 30-jähriger Bühnenabstinenz haben Baesweilers „Schörjer“ eindrucksvoll klargestellt, dass ihre Show wieder einen festen Platz in Bosswillers Karneval gefunden hat.

Nachdem die traditionsreiche Sitzungszeit der Schörjer 1986 ihr Ende fand, war bei der Wiederbelebung im vergangenen Jahr die Scheune der Burg Baesweiler rappelvoll. Die hätte diesmal bei weitem nicht ausgereicht. In nur 48 Stunden waren die Karten für eine Neuauflage in der Burg vergriffen – woraufhin die Schörjer die Aula des PZ buchten.

Und auch die war bei der Sitzung mit gut 300 Zuschauern ausverkauft. Allein das war schon ein großes Lob für die Macher, die den Abend nur mit eigenen Kräften stemmten. Am Applaus für die Darbietungen mangelte es ebenfalls nicht.

Hand- und hausgemacht

Als Moderator feierte Sascha Latten, Sohn des Schörjer-Vorsitzenden Stefan Latten, Premiere. Groß ankündigen musste er die Beiträge allerdings nicht, denn die sprachen für sich. Wie schon bei der Eröffnung, die eine Hommage an den ursprünglich-kölschen Karneval war. Als Sänger trat dabei Sigi Malinowski in die Fußstapfen von Willy Millowitsch und machte sich – am Akkordeon unterstützt von Heiko Mürkens – zum „Kölsche Jung“.

Auch mit rockigeren Tönen waren die Schörjer obenauf und präsentierten eine kleine Tribute-Show an die Band „Queen“. Ob pointiert wie im klassischen Zwiegespräch oder mit tollkühner Luftakrobatik und Trampolin wie bei der „Flying Schörjer“-Show: Diese Sitzung zog ihre Kraft aus ihrer Vielseitigkeit.

Großes Brimborium und Dekoration brauchte es dazu nicht, die Programmpunkte fanden weitgehend vor schwarzem Vorhang statt, wobei die Bühne zwischen den einzelnen Darbietungen wegen Kostümwechseln auch mal minutenlang leer blieb. Eben hand- und hausgemacht, das Ganze – und daher so charmant.

Auf gut vier Stunden brachte es die Sitzung, bei der zahlreiche Gastvereine auf der Bühne ihre kurze Aufwartung machten. Dafür immer wieder den Lobruf, den so wohl nur die Schörjer haben: Eine herzige Mischung aus Alaaf und Helau – „Schörjer, Alau!“.

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