Baesweilers Bürgermeister kapituliert vor der närrischen Streitmacht

Von: Stefan Schaum
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Rubbeldizupp die Leiter hinauf und den Rathausschlüssel geschnappt: Prinz Kurt aus Beggendorf beweist seinem versammelten Narrenvolk, dass er es ohne Frage mit jedem jungen Spund aufnehmen kann. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Ob das jemals klappen wird? Sollte es tatsächlich einmal gelingen, dass Baesweilers Willi am Fettdonnerstag seine Burg vor den anstürmenden Jecken schützen und die Macht in der Stadt behalten kann? Es sieht nicht so aus.

Auch am Donnerstag war die (Konfetti-)Schlacht um das Rathaus zwar ein ansehnliches Spektakel – aber aus Sicht der Verwaltung auch ein ziemlich aussichtsloses. Mit zwei Kanonen rückten die Narrenherrscher samt Gefolge an: Beggendorfs Prinz Kurt und Prinzessin Helga mit Kinderprinzenpaar Maik und Silvana, die Loverich-Flovericher Majestäten Prinz Torsten I. und Prinzessin Nicole mit Kinderprinzessin Chantal I.

Dazu kam die geballte Streitmacht von Festkomitee, Narrenzunft und Schörjer sowie etlicher kostümierter Zaungäste. Da sah es schon zu Beginn des Gefechts schlecht aus für die Herren, die sich oben auf den vor das Rathaus montierten Zinnen um den nötigen Luftdruck für die Konfetti-Böllerschüsse mühten.

Einen satten Ehrentreffer gab es immerhin: und zwar bei Prinz Torsten I. Eine Konfettikugel traf seine Nase, was Majestät vorübergehend sogar kampfunfähig machte. Dennoch kam es, wie es laut närrischem Protokoll ja kommen musste: Klares K.O. für die Verwaltung! Beggendorfs Prinz Kurt legte die Leiter an und eilte behände empor – trotz seines fortgeschrittenen Alters mit jugendlichem Elan, was ihm den Jubel der Menge sicherte.

Oben schnappte er sich gleich den Stadtschlüssel – und damit war Willis Schicksal endgültig besiegelt. Auch die übrigen Narren stürmten das Rathaus und durften fleißig mit vielen Büro-Hippies feiern, denn die Mitarbeiter hatten sich kostümtechnisch für den bunten Retro-Look der 1970er Jahre entschieden.

In Setterich feierte zu der Zeit Marktprinzessin Claudia I. Doppelt sogar. Sie hatte nämlich Geburtstag, und nicht bloß irgendeinen. Närrische 4x11 Jahre wurde sie alt! „Ich hab’ noch rechtzeitig meine Grippe auskuriert“, sagte sie. Das Schnupfennäschen im Griff und auch das Settericher Narrenvolk – so konnte besonders eifrig geschunkelt werden.

Mit dabei selbstverständlich das neunjährige Töchterchen der Marktprinzessin, Kinderprinzessin Lea I. Das Narrenvolk ging auf dem Neuen Markt kräftig mit. Nicht anders war es im Festzelt an der Peterstraße und in der Beggendorfer Bürgerhalle. Bosswiller Alaaf überall. Kein Wunder also, dass der Altweibertag ein großes und langes Vergnügen war.

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