Baesweilers bayerische Seele erwacht beim Oktoberfest

Von: Siegfried Malinowski
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Als hätte er heimlich geübt
Als hätte er heimlich geübt: Bürgermeister Prof. Willi Linkens hat den Fassanstich zum Baesweiler Oktoberfest mit nur einem Schlag meisterlich bewältigt. Foto: Siegfried Malinowski

Baesweiler. „Angeber”, brüllte ein Lederhosenträger aus dem Publikum. Natürlich nur scherzhaft. Denn der angebliche „Angeber” hatte mit seiner Behauptung Recht.

Während der Münchener Oberbürgermeister zum Faßanstich stets mindestens drei bis vier Schläge braucht, langte Willi Linkens am Reyplatz nur einmal zu.

Der Gerstensaft schoß und Linkens tönte wie Muhammad Ali in seiner besten Zeit. „Ein Schlag, das wars!”, stand „Cassius” Linkens hoch oben auf der Bühne und triumphierte. Und dann machten die „Humpen” die Runde. Hatte es sich am Samstag zum Auftakt des Festes noch horrorartig eingeregnet, wurde Baesweiler Sonntag von der Sonne durchflutet. Das zog natürlich Publikum an.

Große Anziehungskraft

Schon eine halbe Stunde nach Öffnung, gegen 13.30 Uhr, jubilierte Gewerbeverbands-Pressesprecherin Elke Jungbluth. „Traumhaft, wie das anläuft”. Da waren die Sorgen, die sich am Vortag aufbauten, wie weggeblasen. Das Fest, von den Betrieben des Gewerbeverbandes (GVB) ausgerichtet, magnetisierte. Auch GVB-Vorstandsmitglied Ralf Schmitz hakte da gerne ein. „Unsere Rubbellos-Aktion ist diesmal ein außerordentlicher Erfolg”, sprach er auch im Namen seiner Kollegen.

Der Bonuscard-Verein begeht schließlich sein 10-jähriges Bestehen. Zur Gründungszeit war Amelia Schmidt noch gar nicht auf der Welt. Die süße Maid (9) betrieb mit ihrem Großvater Heribert Konrath einen Flohmarkt-Stand auf der Kückstraße. Während „Opi” für die Enkeltochter Popcorn herholte, gab die Kleine zu, „bestimmt noch 50 Sachen zu verkaufen”. Aber nicht um jeden Preis. Denn ein Buch hielt sie fest wie einen Schatz. Ihr Lesebuch aus dem ersten Schuljahr, „das will ich nicht verkaufen”. „Gut Betrieb”, stellte sich an fast allen Buden und Betrieben mit Leckereien ein. So auch beim Türkischen Sozial- und Kulturverein Baesweiler.

Dessen Sprecher Akcay Ümit freute sich, dass fast alle Menschen aus vielen Nationalitäten Lahmacun oder Weinblätter einkaufen”. Nach einem türkischen Börek „kam” natürlich auch ein deutscher Obstler sehr gut. Verkauft am „mobilen” Stand der beiden jungen Frauen Tanja Sieprath und Julia Braun. Der Umsatz war sehr gut. Einziger Nachteil für die beiden attraktiven Frauen, die im Auftrage des Junggesellenvereins das hochprozentige Getränk veräußerten. „Irgendwann tun einem die Füße tierisch weh”.

Da fühlten sie mit tausenden Besuchern, die die Baesweiler Meile Stunden lang abliefen und Riesenspass hatten.
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