Baesweiler - Baesweiler zeichnet Professor Bernd Mathieu mit dem Ehrenlöwen aus

Baesweiler zeichnet Professor Bernd Mathieu mit dem Ehrenlöwen aus

Von: Karl Stüber
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In dankbarer Anerkennung groß
In dankbarer Anerkennung großer persönlicher Verdienste: Bürgermeister Professor Dr. Willi Linkens (l.) zeichnet Chefredakteur Professor Bernd Mathieu mit dem „Baesweiler Löwen” aus. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Seinem Heimatort Oidtweiler ist er bislang immer eng verbunden geblieben und wird es sicherlich auch bleiben. So verwundert es nicht, dass speziell die Blaskapelle Oidtweiler ihrem ehemaligen Ortsvorsteher (1989 bis 1995) zu einer ganz besonderen Ehrung aufspielte.

Professor Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, ist am Dienstagabend im frisch sanierten Baesweiler Gymnasium im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt mit dem „Baesweiler Löwen” ausgezeichnet worden. Auf diese Weise ehrt die Kommune bereits zum fünften Male eine Person, die sich um die Stadt und die gesamte Aachener Region verdient gemacht hat. Den „König der Tiere” erhielten bereits der emeritierte Geographie-Professor Dr. Helmut Breuer, Bundestagsabgeordneter a.D. Hans Peter Schmitz, Landtagsabgeordneter a.D. Hans Vorpeil und Staatssekretär a.D. Manfred Palmen.

Baesweilers Bürgermeister Professor Dr. Willi Linkens betonte in seiner Laudatio, dass Mathieu trotz vielfältiger Verpflichtungen „seine Bodenhaftung nie verloren” habe, und skizzierte zahlreiche Funktionen des Preisträgers. 1995 sei er Chefredakteur der Aachener Volkszeitung geworden (seit 1996 Aachener Zeitung) und seit 2003 auch Chefredakteur der Aachener Nachrichten. 2003 habe Mathieu seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter der Fachhochschule Aachen im Studiengang Communication und Multimediadesign aufgenommen, seit 2008 sei er Honorarprofessor.

Oft habe er auf sich abzeichnende Probleme aufmerksam gemacht und entsprechende Lösungen miterarbeitet und dabei immer klar Stellung bezogen. „Viele von uns werden seinen Humor kennengelernt haben, der prägnant und tiefsinnig, aber nicht verletzend ist, ohne dabei selbstgefällig und arrogant zu wirken”, sagte Linkens. Bei Mathieu genieße die Kritik- und Kontrollfunktion der Presse einen hohen Stellenwert. An dem täglichen Wirken als Chefredakteur sei erkennbar, dass er den Prinzipien der Vollständigkeit, der Objektivität und der Verständlichkeit in Bezug auf Information treu geblieben ist. „Er ist eindeutig nicht der Gefahr des Gefälligkeitsjournalismus erlegen. Er ist unabhängig und würde keine Einflussnahme akzeptieren - weder von Regionalpolitikern noch von einem Bundespolitiker”, sagte der Laudator. Bernd Mathieu habe oft Aspekte in die Diskussion gebracht, die zuvor unberücksichtigt oder nachrangig behandelt worden seien. „Dabei hat er stets Wert darauf gelegt, trotz einer bisweilen deutlichen und harschen Kritik nicht verletzend zu wirken, sondern in dem Kritisierten auch den Menschen zu sehen.”

Grenzenlos sei Mathieus Einsatz im kulturellen, gesellschaftlichen sowie humanitären Bereich. Besonders beeindruckend sei sein ehrenamtliches Engagement, so seit 1995 als Vorsitzender des Hilfswerks „Menschen helfen Menschen” unserer Zeitung, das sich zum Ziel gesetzt habe, unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region Hilfe zukommen zu lassen. „Dies und die jährliche Spendensumme von 250.000 bis 400.000 Euro zeigen, dass Bernd Mathieu und der Verein Menschen helfen Menschen großes Vertrauen bei den Lesern und den Spendern genießen.” Zudem sei Mathieu unter anderem Vorsitzender des Rotary-Hilfsfonds und des Fördervereins des Sinfonieorchesters Aachen, Mitglied des Kuratoriums Europäische Stiftung Aachener Dom und des Kuratoriums bzw. Aufsichtsrates katholische Stiftung Marienhospital Aachen. „Die Stadt Baesweiler, aber auch die gesamte Region sind ihm zu großem Dank verpflichtet”, resümierte der Bürgermeister. „Ich bin stolz, Bernd Mathieu als Baesweiler Bürger zu wissen und ihn meinen Freund nennen zu können.”

Der so Gelobte brauchte nicht auf die Lesebrille zurückgreifen, die sein Vorredner auf dem Pult zurückgelassen hatte, um mit Durchblick und in wohlwollend kritischer Analyse die Vorzüge Baesweilers herauszuarbeiten. „Ich kenne keinen in Baesweiler, der nicht ehrenamtlich tätig ist oder war. Und ganz genau das zeichnet Baesweiler aus”, sagte Mathieu, der sich sichtlich über die Auszeichnung mit dem „Bosswiller Leo” freute.

Er versprach dem neuen Haustier, Baesweiler nicht verlassen zu müssen, sondern im schönen Oidtweiler unterzukommen. Mit Blick auf die Unstimmigkeiten in der Städteregion Aachen hob der Geehrte die in Baesweiler gelebte Solidarität, Identität und Offenheit als beispielhaft hervor. Es komme letztlich auf die Menschen an. „Städteregion ist das, was wir aus ihr machen.” Mathieu warnte davor, „einen weiteren Drahtseilakt auf dem viel zu engen Weg der Bürokratie” zu wagen. Er fasse die Auszeichnung mit dem Baesweiler Löwen als Ehre und weiteren Ansporn auf und danke allen Freunden, die ihm geholfen haben, die Bodenständigkeit zu wahren. Und natürlich dankte Bernd Mathieu auch der Oidtweiler Blaskapelle, die ihm nicht nur mit dem Stück „Die Regimentskinder” den Marsch geblasen, sondern auch mit zarteren Mozart-Tönen und mit Musik von Gilbert OSullivan ihre Aufwartung machte. Anfang der 1990er Jahre habe er mal für zehn Minuten ein Dirigat übernommen, als es darum ging, „Baesweiler international zu vertreten - in Sachsen”.
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