Baesweiler: Vier aktuelle Bauprojekte stehen im Fokus

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Sanierungsfall: Ende dieses Ja
Sanierungsfall: Ende dieses Jahres sollen die Bagger in der Maarstraße anrücken. Die Anwohner sollen an den Kosten beteiligt werden, was teils für Unmut sorgt.

Baesweiler. CDU und Stadtspitze formulierten mit einer Stimme. „Noch ist gar nichts entschieden”, war die meist gewählte Aussage bei einer Bürgerinformation zu verschiedenen Bauvorhaben. Vier Themenkomplexe hatte sich der CDU-Stadtverband Baesweiler auf die Liste gesetzt, die im Kulturzentrum Burg Baesweiler abgearbeitet wurde.

Das Interesse am Informationsabend war groß. Etwa 150 Bürger folgten der Einladung der Union. Baesweilers Ortsverbandsvorsitzender Peter Timmermanns moderierte.

Das erste Bauvorhaben, die Umgestaltung der Maarstraße, sprach Fraktionsvorsitzender Mathias Puhl an. Die dortigen Kanäle müssten saniert werden, die Straße sei in einem schlechten Zustand, was auch die Bürgersteige betreffe. Letzteres bedingt durch die Parksituation. In der Maarstraße werde häufig falsch geparkt. Das sei nicht zulässig, werde aber stillschweigend geduldet.

Die Stadt bemühe sich, so wurde deutlich, 30 Parkplätze einzurichten, verschiedene Bäume sollen erhalten bleiben. Puhl kündigte an: „Kosten in Höhe von 30 bis 50 Prozent werden zum Teil von den unmittelbar betroffenen Anliegern geleistet werden müssen.” Der Baubeginn ist für Ende 2012 vorgesehen.

Mehrere Bürger - sie wurden bereits bei einer städtischen Informationsveranstaltung über das Vorhaben aufgeklärt - betonten jedoch, dass „100 Prozent der betroffenen Anwohner mit der Maßnahme nicht einverstanden” seien. Die teils hitzig geführte Diskussion beendete Peter Timmermanns mit der Bitte, „Detailfragen nicht am heutigen Abend zu diskutieren”. Es stünden noch drei weitere Themen auf dem Programm.

Dazu zählte auch der bereits vieldiskutierte Umbau der Geilenkirchener Straße. Bruno Mohr vorweg: „Hier kommt das Geld für den Umbau aus anderen Quellen. So müssen die Bürger, wie in der Maarstraße, nicht belastet werden.” In der Geilenkirchener Straße wird auf eine neue Radwegeführung abgezielt, Bäume werden ersatzweise neu gepflanzt und Bürgersteige teilweise als Hochbord angelegt. Geplant ist zudem ein teilweise alternierendes Parken. Lediglich kleinere Einwendungen betrafen diese Pläne.

Supermarkt am Feuerwehrturm

Auch der von Andreas Schmitz erläuterte Seniorenpark am CAP gab keinen Anlass zu Diskussionen bei der Bürgerversammlung. Schmitz führte ein: „Der Bedarf für einen Seniorenpark in Baesweiler ist groß.” 80 Bungalows werden gebaut, davon sind nur noch 6 Häuser verfügbar. Alle anderen sind verkauft. Um ein zentrales Wohn- und Pflegeheim herum werden außerdem mietbare Appartements gebaut, die Nahversorgung soll Bäckerei, Metzgerei, Apotheke oder beispielsweise ein Geldinstitut beinhalten.

Die Anbindung von mehreren Buslinien ist vorgesehen, zusätzlich soll ein Hol- und Bringdienst eingerichtet werden. Dass es noch keine Bau- oder Detailplanungen gebe, betonten sowohl CDU- als auch die komplett vertretene Stadtspitze mit Bürgermeister Dr. Willi Linkens, Technischem Beigeordneten Peter Strauch und Beigeordnetem Frank Brunner.

Die meiste Zeit nahm der vierte Punkt, die mögliche Ansiedlung eines Supermarktes im Gebiet Feuerwehrturm, ein. Wolfgang Lankow nahm sich viel Zeit zu erklären, dass Baesweiler dem Kaufkraftabfluss und den Planungen von erweiterten Einkaufszentren in Übach-Palenberg und in Alsdorf begegnen müsse.

Außerdem beabsichtige der Edeka-Markt in der Kirchstraße, den Standort mit Hinweis auf zu geringe Verkaufsflächen zu verlassen. „Wir sind noch am Anfang von Planungen”, ließ Lankow immer wieder einfließen. Baesweiler müsse einem Kaufkraftabfluss von 14,2 Millionen Euro jährlich begegnen. Man werde das Areal für die Brauchtumspflege erhalten, ebenso die 250 Parkplätze, und werde die Anbindung an die vorhandene Einzelhandelsstruktur ebenfalls sichern.

Ein Aspekt wurde mehrfach in die Diskussion eingebracht: Was passiert mit der am Kirchwinkel beheimateten Kindertagesstätte „Sonnenschein”? Wird diese Kita verlegt? Lankow räumte ein, eine Verlegung sei eine Option, „aber zum jetzigen Zeitpunkt sind das ungelegte Eier”.

Peter Timmermanns, auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses in der Städteregion, legte nach: „Die Kita ist in der innenstädtischen Lage unverzichtbar.” Es gebe keine Information, ob die Fläche des Kindergartens mit eingeplant werde.
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