Baesweiler - Baesweiler Tafel soll für Räume in Zukunft Miete zahlen

Baesweiler Tafel soll für Räume in Zukunft Miete zahlen

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
8512551.jpg
Hoffen, auch die finanzielle Mehrbelastung stemmen zu können: Sofia Sander und Willy Feldeisen vom Team der Tafel. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Noch liegt der Mietvertrag zwar nicht auf dem Tisch, doch dürfte das bloß eine Sache von Tagen sein. Dass die Baesweiler Tafel bald zahlen soll, um die Räume der evangelischen Kirche in Setterich nutzen zu können, gilt für Tafel-Vorsitzenden Willy Feldeisen als ausgemachte Sache.

Leichter macht die monatliche finanzielle Belastung die Arbeit der Ehrenamtler ganz sicher nicht. „Aber wir hoffen, dass wir das verkraften können“, blickt Feldeisen optimistisch nach vorn. Noch vor den Sommerferien hatte er vom Presbyterium die Nachricht bekommen, dass es ohne Miete künftig nicht mehr gehen wird. Ab Oktober wird wohl Geld fließen müssen, erwartet Feldeisen.

Im Grunde wird das der erste richtige Vertrag sein, den die Tafel bekommt. „Als das mit unserer Ausgabestelle losging, hat die damalige Pfarrerin Kirsti Greier gesagt, dass wir bei ihr erst mal so unterkommen können.“ Das war 2006, „und bis heute haben wir praktisch nichts bezahlt“. Investiert habe man aber sehr wohl in das Gebäude an der Emil-Mayrisch-Straße, sagt Feldeisen.

Korridore renoviert

Vor drei Jahren brachte die Tafel rund 3000 Euro auf, um die Korridore zu renovieren und Stühle und Bänke für die Wartenden anzuschaffen. Auch ein Nass-Staubsauger wurde jüngst angeschafft, nachdem der Starkregen die Kellerräume unter Wasser gesetzt hatte, in dem die Tafel ihre Lebensmittel lagert und ausgibt. „Wir haben im Lauf der Jahre einiges Geld ausgegeben, deshalb ist klar, dass wir weiterhin hier bleiben wollen“, sagt Feldeisen.

Die Höhe der erwarteten Miete möchte er offiziell nicht genannt wissen, auch auf den Stand der Verhandlungen will er lieber nicht näher eingehen, solange der Vertrag nicht aufgesetzt ist. „Es wird uns am Ende wohl nicht den Hals brechen, aber wir sind dann finanziell an der Grenze“, sagt der 70-Jährige, der auch auf steigende Heiz- und Transportkosten achten muss.

Der Großteil der finanziellen Spenden wurde bei der Tafel bislang dazu genutzt, Lebensmittel zu kaufen, wenn die Supermärkte zu wenig Überschüssiges abzugeben hatten. Künftig wird ein Teil dieses Geldes wohl auch zur Deckung laufender Kosten herhalten müssen, erwartet Feldeisen.

Dieser Tage plagt ihn eine weitere Sorge: Zwar gibt es im Team nach wie vor an die 50 Ehrenamtler, die bei der Ausgabe mit anpacken oder mit Transportern unterwegs sind, um Waren ranzuschaffen. „Doch die werden auch nicht jünger. Mancher hat nur noch Kraft, um ab und zu vorbeizuschauen“, sagt Feldeisen.

Freiwillige Helfer sind daher willkommen bei der Tafel. Die müssen nicht regelmäßig Zeit haben, sagt Feldeisen, „es reicht schon ein, zwei Mal im Monat dienstags oder donnerstags von 10.30 bis 15 Uhr vor Ort zu sein.“

Mehr Informationen dazu gibt Willy Feldeisen gerne unter Telefon 02401/2486.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert