Baesweiler Tafel feiert fünfjähriges Bestehen

Von: Rebecca Kiljan
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Immer gerne im Einsatz: Über
Immer gerne im Einsatz: Über 50 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Tafel für die Menschen in Baesweiler. Bevor die Ausgabe beginnt, werden die Lebensmittel sortiert. Foto: Elisa Zander

Baesweiler. „Es ist uns wichtig den Leuten die Angst zu nehmen, auch wenn sie momentan nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen”, erklärte Willy Feldeisen, Vorsitzender der Baesweiler Tafel, die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Über 50 freiwillige Helfer und vielerlei treue Sponsoren verfügt die Baesweiler Tafel derzeit, die 2007 gegründet wurde und somit in diesem Jahr das fünfjährige Bestehen feiern kann.

Feldeisen war es wichtig, den helfenden Händen etwas zurückgeben zu können und veranstaltete die Feierlichkeit in den Räumlichkeiten der Tafel, dem evangelischen Gemeindehaus in Setterich.

Zur Feier des Jubiläums fanden sich sowohl aktive als auch inaktive Mitglieder, Fördermitglieder sowie Politiker ein, darunter Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Dort, wo sonst im Winter die Weihnachtsaktion der Tafel stattfindet, wurde nun in geselliger Runde der Jahrestag gefeiert. Was vor Jahren als kleines ehrenamtliches Hilfswerk begann, wurde von Dr. Willi Linkens in höchsten Tönen gelobt. „Es ist Wahnsinn, mit welchem Aufopferungssinn und Engagement hier gearbeitet wird.” Allerdings gab er auch zu bedenken, dass es viel schöner sei, wenn Einrichtungen wie die Tafel überflüssig wären, die Menschen nicht mehr am Existenzminimum leben würden. Jedoch ist eine Tafel seiner Meinung nach die beste Alternative.

Bernd Mathieu, Chefredakteur dieser Zeitung und Fördermitglied der Baesweiler Tafel, erklärte zudem, dass diese soziale Initiative ein ständig steigendes und vor allem regelmäßiges Spendeneinkommen besitzt.

Damit das so bleibt, gab es anlässlich des Jahrestages einige finanzielle Spenden. Unter anderem überreichten Joseph Derichs und Erich Heinzer stellvertretend für die Baesweiler Seniorenwerkstatt einen Scheck im Wert von 500 Euro.

Zwischen 65 und 90 Kunden

Gegen einen geringen Obolus von einem Euro können einwandfreie Nahrungsmittel eingekauft werden. Zwei Mal in der Woche, dienstags und freitags, führen die ehrenamtlichen Helfer zwischen 65 und 90 Kunden durch die Lebensmittelausgabe. Abhängig von der Größe der Familie und dem Angebot geben die Mitarbeiter die Waren heraus.

Aufgrund des begrenzten Angebots müssen sich die Kunden aber entscheiden: Obst oder Gemüse. Hinzu kommen Wurst und Käse, Eier und Milch, die in Kühlschränken in einem Nebenraum gelagert werden. Wünsche können die Kunden äußern, anfassen dürfen sie aus Hygienegründen nichts.

Bevor die Ausgabe der Lebensmittel beginnen kann, müssen die Mitarbeiter der Tafel zu Beginn des Tages die Waren bei den Sponsoren abholen. Anschließend werden sie sortiert: Verdorbenes wird entsorgt, Obst und Gemüse aufgereiht, Brot in Körbe unterteilt. Dazu ist eine gute Teamarbeit nötig - und darauf legen die Ehrenamtlichen bei der Baesweiler Tafel großen Wert. Sie engagieren sich gerne für die Menschen in Baesweiler, eine Hingabe, die auch aufgrund der großen Teilhabe der Sponsoren möglich ist.
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