Baesweiler - Baesweiler Tafel: „Die Spendenbereitschaft geht ans Herz“

Baesweiler Tafel: „Die Spendenbereitschaft geht ans Herz“

Von: Stefan Schaum
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Reich bestückt und festlich verziert: Auf viele Weihnachtskisten hoffen die Ehrenamtler der Tafeln und des Alsdorfer Tisches auch bei der diesjährigen Aktion. Foto: Heike Lachmann/Stefan Schaum
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Reich bestückt und festlich verziert: Auf viele Weihnachtskisten hoffen die Ehrenamtler der Tafeln und des Alsdorfer Tisches auch bei der diesjährigen Aktion. Foto: Heike Lachmann/Stefan Schaum

Baesweiler. Diesmal wird der Weihnachtsmann persönlich beim Verteilen der Pakete helfen. Derart prominente Unterstützung hat das Team der Baesweiler Tafel noch nicht gehabt bei der „Weihnachtskisten“-Aktion, die erneut von unserer Zeitung und dem WDR unterstützt wird. Besondere Erlebnisse und große Emotionen hat es bei diesem Anlass aber immer schon gegeben.

Wer Willy Feldeisen kennt, der weiß, dass der Mann ein Macher ist. Er schafft Lebensmittel ran, damit in der Ausgabestelle die Regale gefüllt sind, er sucht Sponsoren, kümmert sich um Kosten. Der Vorsitzende der Baesweiler Tafel behält dabei gern einen kühlen Kopf. Doch geht es um die Szenen rund um die Weihnachtskisten, „dann muss ich mich mit feuchten Augen auch schon mal umdrehen“, sagt er.

Die Spendenbereitschaft derer, die die Kisten bestücken, und die Dankbarkeit jener, die sie in Empfang nehmen – „das geht einem schon richtig ans Herz“. Er hofft sehr, dass auch diesmal wieder genug Pakete gefüllt werden. Im vergangenen Jahr war es recht knapp. Gut 200 Pakete waren es seinerzeit. Weniger als im Jahr davor und gerade ausreichend, um allen Wartenden auch eines geben zu können.

Es müssten mehr werden

Diesmal müssten es mehr werden, denn die Zahl der Bedürftigen ist gestiegen – und auch Flüchtlinge sollen sich nach Möglichkeit ein Paket abholen können. 20 Asylsuchende stehen derzeit in der Kartei, neben gut 170 Bedarfsgemeinschaften. Auch Bedürftige, die nicht selbst zur Tafel kommen können, weil sie zu alt oder krank sind, sollen ein Paket erhalten, hofft Feldeisen.

Damit das alles läuft, packen am Ausgabetag die drei ehrenamtlichen Fahrer mit an, um die teils recht schweren Kisten zu tragen. Viel Logistik ist vonnöten, aber all das schultern die 15 Teamer der Tafel gern. Schulen und Kindergärten werden extra angefahren, in diesem Jahr wollen die Kita „Kiliba“ und „Regenbogenland“ Pakete vor allem für Kinder packen, auch die Friedensschule und das Gymnasium beteiligen sich an der Aktion, ebenso die Mitarbeiter der Sparkasse am Reyplatz.

Dass diesmal der Weihnachtsmann mithilft, hat übrigens seinen Grund. In dem Kostüm steckt nämlich einer, der selbst Kunde der Tafel ist. Im roten Gewand war er viele Jahre lang auf dem Monschauer Weihnachtsmarkt unterwegs, „bei uns hat er spontan angeboten, am Ausgabetag Süßigkeiten an die Kinder zu verteilen“, sagt Feldeisen. Der Mann tut das nicht bloß aus Dankbarkeit, sondern weil er wie alle bei der Tafel dazu beitragen will, dass es ein schönes Fest für die wird, die wenig haben. Dass es Plätzchen gibt und frischen Kaffee am Ausgabetag, ist daher selbstverständlich.

Sogar ein gut erhaltenes Fahrrad hat bereits jemand gespendet. „Wir überlegen derzeit noch, wer es bekommen wird.“ Vor ein paar Jahren gab es schon mal ein Zweirad als besonderes Geschenk. Damals ging es beim Ausgabetag an den 111. Besucher. Feldeisen: „Der war völlig überwältigt und ist mit dem Rad zig Mal rund um das Gemeindehaus gefahren. Jedes Mal hat er uns dabei freudestrahlend zugewunken.“ Daran erinnert Willy Feldeisen sich gern. Keine Frage, dass er sich auf die kommende Aktion freut. „Das ist eine Sache, die sehr viele Menschen richtig glücklich macht.“

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