Baesweiler Stoppelfeld-Fete lässt sich vom Regen nicht ausbremsen

Von: mas
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Gut beschirmt: Das Wetter kon
Gut beschirmt: Das Wetter konnte diesen Fetenhungrigen nichts anhaben. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Wir gucken jetzt nicht mehr auf den Wetterbericht”, sprach sich „Alt”-Junggeselle Andreas Kick mittags selbst Mut zu. Er, einer von mehr als 100 Helfern, die für den letzten Schliff auf dem großen Areal sorgten, hofften nur auf eins.

Dass es sich in der Nacht „ausgeplästert” habe. Die Hoffnung trog. Gegen Abend nahmen die Regenfälle zu. Aber auch der Widerstand des Junggesellenvereins Baesweiler (JVB) wuchs. Man improvisierte nach Kräften, verlegte etwa den Auftritt der Aachener Hip-Hop-Formation TN Boom ins große Zelt.

Im Wissen, wenn sie auf den Dancefloor und wie spät in der Nacht dann doch noch auf die Freilicht-Bühne stürmen, hat man immer gewonnen. Als die jungen Leute mit ihrer Multi-Kulti-Tanzformation dann im Zelt loslegen, bricht Jubel aus.

Nun ist man mittendrin in der Fete. Sexy Hip-Hop, ein bisschen Latino, da beißen die Leute an und gehen mit. Im Großflächen-Zelt ist der Hitzepegel auf hohem Niveau. Denn eine weitere Aachener Formation hat hier phasenweise das Dirigat übernommen.

Die „Rain-City-Rollers” sind so etwas wie die Hausband der Junggesellen und seit Beginn der Party (fast) regelmäßig dabei. RCR-Chef Dieter Mertens, Uli Heuter, Lolita Houben, Claus Thormälen und ihre Mitstreiter wissen, wo es lang geht: „Good old RocknRoll” versprechen sie.

Es dauert nur ein paar Minuten, da haben sich Tanzgruppen vor der Bühne gebildet. Robbie Williams „Let me Entertain you” wird eine Nacht zur gelebten Formel.

Im Zelt wird sprichwörtlich rauf- und runter gefeiert, denn die Bühnen stehen sich an den Kopfenden gegenüber. Aber auch draußen haben sich „unbeugsame” Partygäste über die Unbilden des Wetters hinweggesetzt. Wie die drei jungen Frauen aus Waurichen, die kurzerhand auf Gummistiefel „umgestellt” haben.

Claudia Schmitz, Melanie Brätsch (künftige Tollitätin im Immenwauweiler Karneval) und Nicky Michallak haben Strategien gegen den Dauerregen mitgebracht: „Tanzen, Essen und dann wieder Tanzen - und natürlich einen schlürfen.” Recht so, Mädels!

Nach Mitternacht kreischen vor allem die Damen im „Rudel” auf. Nicht, weil sie vielleicht nach Hause müssen. Der Junge, der nun zum zweitenmal auf die Bühne kommt, sieht verdammt gut aus. Und singen kann er auch. Markus Luca packt in die Schlagerkiste.

Irgendwie sieht der doch aus wie ...? Richtig, er ist erkannt, der neue Star, der kürzlich einen Wettbewerb in der Michael-Wendler-Show gewonnen hat.

Markus Luca hievte sich vor einigen Jahren unter seinem richtigen Namen (Markus Derwall) ganz nach vorn beim Wettbewerb „Deutschland sucht den Superstar”.

Der allürenfreie Dürwisser punktet auch hier, reißt mit seiner Band „Comeback” die Leute mit und gibt der Fete nochmals einen eigenen Anstrich. Vor allem, als der Hit „Sie liebt ihn immer noch” angestimmt wird. Jetzt lieben sie ihn, die Leute.

Das gilt auch für die mitreißend spielende Band „After Work”, die (unter anderem) durch ihren Drummer Pascal Krohn einen Heimauftritt hat. Insgesamt haben die Junggesellen um ihren Vorsitzenden Marc Horbach ein gutes „Line Up” gewählt.

Oder mit den Worten von „Party-People” Oliver Mertens aus Würselen gesprochen, der morgens um halb vier den Heimweg zu Fuß durch den Pratsch antritt, denn Geld fürs Taxi ist ausgegangen: „Oh Mann ey, bin ich kaputt. Aber auf den Spaß hab ich mich seit Monaten gefreut. Und deshalb lauf ich jetzt auch nach Hause ...” So weit kann Party 2011 tragen.
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