Baesweiler: Mehr Verletzte bei Unfällen auf der Straße

Von: mas
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Warndreieck Unfall Symbol Blaulicht Polizei Dreieck Autopanne Foto: Matthias Strauß/dpa
Insgesamt kam es in 2016 in Baesweiler zu 656 Verkehrsunfällen, davon ereigneten sich 53 Unfälle mit Personenschäden.

Baesweiler. Städteregional betrachtet steht Baesweiler „noch gut dar“. Bezogen auf die Unfallstatistik von 2016. Polizei-Hauptkommissar Siegfried Hess stellte dem Ausschuss für Verkehr und Umwelt die Zahlen vor, um sie mit der Unfallstatistik von 2015 zu vergleichen.

Der Beamte berichtete, dass die Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten von 36 auf 49 in 2016 gestiegen seien. Diese Steigerung bewertete der Polizist als „gering“. Dafür wurden wesentlich weniger Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt Diese Zahl sank von sieben auf drei.

Siegfried Hess: „Als positiv kann ferner der Rückgang der Kinderunfälle bezeichnet werden“. Waren es in 2015 noch zehn, so wurden in 2015 nur noch neun Unfälle registriert. Ein leichter Anstieg ist bei den Fahrradunfällen sichtbar. Dazu kommentierte der Kommissar, „der Anstieg um vier Unfälle fällt aber wesentlich geringer als in anderen Kommunen aus“. Leider musste aber auch in 2016 (wie im Vorjahr) ein Unfall mit Todesfolge verzeichnet werden. Auf der Hauptstraße in Setterich fuhr ein 22-jähriger einen Fußgänger an, der „völlig unvermittelt plötzlich auf der Straße stand“, zeichnete Siegfried Hess den Fall nach. Trotz Ausweichmanövers wurde der Senior erfasst, der knapp drei Wochen später starb.

Die Zahl der verunglückten „jungen Erwachsenen“ blieb mit sieben konstant. Dennoch monierte der Polizist, „besonders junge Männer neigen zur Raserei“. Einen weiteren Rückgang wies Baesweiler bei der Statistik von verunglückten Motorradfahrern (von drei auf zwei) auf. Und auch Fußgänger leben offenbar sehr sicher in Baesweiler. Hier weist die Statistik einen Rückgang um drei Unfälle von sieben auf insgesamt vier auf.

Insgesamt kam es in 2016 in Baesweiler zu 656 Verkehrsunfällen, davon ereigneten sich 53 Unfälle mit Personenschäden. Siegfried Hess bemerkte zum Thema Schulwegunfälle – in Baesweiler gab es 2016 nur einen Unfall – „dass wir mehrere Programme zu diesem Thema laufen haben“.

Außerdem haben es sich die Polizeibehörden zur Aufgabe gemacht, „jeder einzelne Unfall mit Kindern wird genauestens analysiert“. Als insgesamt „nicht erfreulich“ bewertete CDU-Sprecher Uwe Burghardt die vorgelegten Werte. Auch der Bündnis/Grüne Hans-Dieter Deserno formulierte für seine Partei, „wir halten die Baesweiler Bilanz nicht für positiv. Die Aggression im Straßenverkehr wird insgesamt größer“.

Der im letzten Jahr festgestellten negativen Entwicklung im Bereich Fahrradunfälle werde Rechnung getragen, hielt Beigeordneter Frank Brunner fest. Zur Prävention von Unfällen werden mehrere Aktionstage geplant. Mit dem Ziel, „Kinder für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vorzubereiten“. Nicht zuletzt kündigte die Stadt an, „weiterhin die Entwicklung gerade im Bereich der Schulwege zu beobachten, um kurzfristig reagieren zu können“.

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