Baesweiler - Baesweiler Junggesellen feiern prunkvolle Kirmes

Baesweiler Junggesellen feiern prunkvolle Kirmes

Von: Sigi Malinowski
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Die Jungs kamen ins Schwitzen: Ob beim Tragen des gewaltigen Maibaums, oder bei dessen erstmaliger Aufstellung auf dem Kirchplatz. Foto: Sigi Malinowski
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Die Jungs kamen ins Schwitzen: Ob beim Tragen des gewaltigen Maibaums, oder bei dessen erstmaliger Aufstellung auf dem Kirchplatz. Foto: Sigi Malinowski
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Ein prächtiges Defilee genossen im Umzug das Maikönigspaar Kai Strehl und Melina Messias sowie die Maipaare Dennis Ortmanns mit Julia Hermanns und Tobias Hermanns und Vanessa Räbiger. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Schon 1965 hatte Heinz Derichs eine visionäre Idee. „Eigentlich gehört der Maibaum auf den Kirchplatz“ – so befand das Mitglied des Junggesellenvereins Baesweiler. 50 Jahre später erfüllte sich sein Wunsch. Seit Samstag „thront“ der mächtige und bunte Maibaum vor dem Gotteshaus St. Petrus.

Die aktiven Junggesellen des Vereins wuchteten das Schmuckstück, fast 30 Meter lang und tonnenschwer, in die Vertikale. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler. Die Blauröcke wurden von Stadtbrandmeister Dieter Kettenhofen und seinem Stellvertreter Dirk Grein geführt. Das Spektakel wurde von sehr vielen Zuschauern begeistert begleitet. Bevor die fleißigen Gesellen – unterstützt von einigen „Kanten“ aus der Abteilung inaktiv – um Hauptmann Martin Hermanns in die Hände spuckten und den beleuchteten und mit Kränzen drapierten „Kaventsmann“ in die Höhe brachten, segnete Pastor Ferdi Bruckes den Baum.

Zur Geschichte der Ortswechsel – der neue ist der vierte Standort – erklärte Heinz Claßen: „Der erste Platz war vor der Gaststätte Braun an der Aachener Straße, dann wechselte man an den Maarplatz (Haus Jorias), bis der Baum den Volkspark an der Peterstraße erreichte“. Regelmäßige Gäste sind dabei immer die Musiker des Trommler- und Spielvereins Baesweiler sowie des Harmonievereins.

Woge der Begeisterung

Zu einem wahren Volksfest entwickelte sich die Aufstellung in diesem Jahr. Wellen des Beifalls erreichten die Majestäten, die ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten. Maikönig Kai Strehl und seine Königin Melina Messias sowie das Maipaar Dennis Ortmanns mit Julia Hermanns und Tobias Hermanns mit Vanessa Räbiger winkten zum ersten Mal ins Volk. Auch Alex Nussbaum, Vorsitzender des JVB, schritt mächtig stolz die Mengen ab. Er durfte Miss Montesson, Elodie Monteiro, durch die Mengen führen. Eine nette Geste kam von der Gastwirtin Elke Jakoby. Sie wird ihr Haus, die „Brauerei“, am 30. Juni schließen. Das hinderte sie aber nicht, mehrere Drei-Liter-Gläser, randvoll mit Bier gefüllt, den Junggesellen zu spendieren.

Spendiert hatte der Verein bereits zum Kirmesauftakt ein pompöses Feuerwerk. Freitags brannte der JVB bei unerbittlichem Regen das farbenprächtige Werk ab, um sich dann wieder im Zelt der „Knallerparty“ zu widmen. „Das ist sehr gut gelaufen“, freute sich Maikönig Kai Strehl am Samstagabend, an dem Fußball pur dem Kirmesball vorausging. Zwar tanzten und sangen die Junggesellen ziemlich lange in dieser Nacht, aber das hielt sie auch nicht vom frühen Aufstehen ab. Denn Messe, Fahnenschwenken – übernommen von Markus Katzenberger vor der Kirche – und der Frühschoppen riefen.

Viel Glück hatten die Majestäten und Jubilarpaare beim großen Festzug. Zweimal war diese feste Größe der Baesweiler Kirmes in den vergangenen Jahren dem Wetter zum Opfer gefallen. Diesmal zogen die Junggesellen ab Ringstraße in der Siedlung West planmäßig durch die Stadt und bekamen nur ein paar Tröpfchen von oben ab. Die Maijungs schwärmten schon vorab. „Wir sind jetzt hochgradig gespannt, wie unsere Mädels aussehen“, bekannte Kai Strehl. Beim Abholen am Hause Messias bekamen die männlichen Majestäten Gänsehäute vor Begeisterung. Drei Träume in langen Kleidern präsentierten sich dann zum Fahnenschwenken und beim anschließenden Triumphmarsch durch Baesweiler. Im Festzug durfte Sven Nussbaum Elodie Monteiro, die amtierende Miss aus Baesweilers Partnerstadt Montesson, begleiten, während Sebastian Braun Dauphine Clara Commeinhes und Ralf Wimmer Natacha Zajac unterhaken durfte.

Kaum Schlaf – aber viel Spaß

Vier oder fünf Stunden-Schlaf nach dem Königsball sind für die aktiven Vertreter des JVB am Kirmeswochenende durchweg normal. Das betrifft auch den heutigen Montag, der traditionell mit dem Frühstück bei Albert Engels beginnt.

Danach macht sich ein kleiner Festzug zum Verwaltungsgebäude an der Mariastraße auf. Dort stehen die Mitarbeiter um Bürgermeister Dr. Willi Linkens stets sehnsüchtig hinter dem Fenstern und warten auf die Abholung, um am Frühschoppen teilzunehmen. Gefeiert wird also auch heute. Und bei dieser Party nimmt die Baesweiler Kirmes immer noch mal an Fahrt auf. Bis die Hälfte der Rollläden in Baesweiler am Dienstag vielleicht wieder etwas länger unten bleibt. Vier Tage lang zu feiern – das fordert schließlich auch seinen Tribut...

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