Baesweiler: Initiative will Bürgerwillen stärker durchsetzen

Von: Lars Odenkirchen
Letzte Aktualisierung:
bae_fwa-bild
Freuen sich über bereits 44 Mitgliedsanträge: (v.l.) Helga Wagner, Jürgen Richter und Hans Nüßer von der Freien Wählergemeinschaft Baesweiler. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Leise sein - das ist ein Attribut, das auf Hans Nüßer so gar nicht zutreffen will. „Die Leute sind die etablierten Parteien satt” urteilte der ehemalige Vorsitzende der Baesweiler FDP, der nun bei der Kommunalwahl mit der neu gegründeten „Freien Wählergemeinschaft Baesweiler” (FWB) auf Stimmenfang gehen wird.

Bei Kommunalwahl antreten

Gemeinsam mit acht anderen Gründungsmitgliedern hatte sich Nüßer zusammengetan, um die neue Partei, die formal ein „eingetragener Verein” ist, ins Leben zu rufen.

Politische Inhalte standen auf der Gründungsversammlung allerdings noch im Hintergrund. Doch wohin es gehen soll, machte Nüßer, der auch gleich zum ersten Vorsitzenden der FWB gewählt wurde, schnell deutlich - und äußerte dabei heftige Kritik an den jetzigen Ratsparteien: „Baesweiler soll endlich eine Opposition bekommen, die auch wirklich eine ist.” Man will „ein Ansprechpartner der Bürger sein, der deren Interessen in aller Deutlichkeit vertritt”, und „auch viele junge Leute und vor allem Frauen finden, die sich für die FWB politisch engagieren.”

Die Suche nach jungen Politikern muss allerdings schnell von statten gehen: Schon in zwei Wochen wird die erste Hauptversammlung stattfinden, auf der nach Möglichkeit alle 19 Wahlbezirke besetzt werden sollen. Bis Mitte Juli müssen schließlich alle Formalitäten geregelt sein, andernfalls ist eine Kandidatur für die Kommunalwahlen nicht mehr möglich. Unmöglich ist das Unterfangen aber nicht: 44 Mitgliedsanträge liegen Nüßer nach eigener Auskunft bereits vor.

Ein wenig Starthilfe gibt es von einigen freien Wählergemeinschaften aus dem Kreisgebiet, wie etwa von der UWG Eschweiler, deren Vorsitzender Manfred Waltermann die Gründungsversammlung der FWB leitete.

Für Diskussionen sorgte dabei der Name der neuen Vereinigung: Während Waltermann den Baesweiler Freien Wählern schmackhaft machen wollte, ebenfalls die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) in den Namen mit aufzunehmen, sprachen sich die Gründungsmitglieder klar dagegen aus und legten sich auf den ursprünglichen Vorschlag FWB fest.

Eine beitragsfreie Mitgliedschaft, die Nüßer gerne sofort fixiert haben wollte, wird erst die Hauptversammlung beschließen können. Einstimmig gewählt wurde aber bereits ein geschäftsführender Vorstand: Jürgen Richter, der ebenfalls ehemaliges FDP-Mitglied ist, wird Nüßer als zweiter Vorsitzender zur Seite stehen. Als Geschäftsführerin wurde Helga Wagner gewählt, ihr Stellvertreter ist Michael Ohler.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert