Baesweiler - Baesweiler Grüne kritisieren die Busanbindungen

Baesweiler Grüne kritisieren die Busanbindungen

Von: Stefan Schaum
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Ein in die Jahre gekommener Verknüpfungspunkt: Die Haltestelle In der Schaf. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Bevor neue Fahrpläne an den Wartehäuschen hängen, dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Wie die künftige Vertaktung und Zahl der Buslinien genau aussieht, muss sich zeigen. Doch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass sich in der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Städteregion Aachen für die kommenden fünf Jahre zumindest im Bereich Baesweiler nicht viel verändern wird.

Im jüngsten Verkehrsausschuss hat Juan Zaplana, Verkehrsingenieur beim Aachener Verkehrsverbund (AVV), den Ist-Zustand der Linienverbindungen und das Zielkonzept vorgestellt. Und die waren nahezu deckungsgleich. Zaplana: „Das liegt daran, dass der Nahverkehr in Baesweiler schon recht gut ist.“ Soweit die offizielle Lesart. Demnach sei es ausreichend, das Gewerbegebiet mit zusätzlichen Fahrten der Linie 151 stärker anzubinden, sowie über die Stadtbuslinie BW1 den neuen Seniorenwohnpark am Carl-Alexander-Park. Auch könne man Fahrten zwischen Baesweiler und Setterich optimieren und so vertakten, dass keine größeren Versorgungslücken entstehen. Angedacht ist hier, die Linie 71 – zumindest außerhalb der Schulzeiten – betrieblich aufzuspalten und separat als Linie 91 Richtung Siersdorf fortzuführen. So ließen sich einige Fahrten im Settericher Bereich variabler festlegen, sagte Zaplana.

Zu wenig Nutzer

Was eine direkte Buslinie nach Herzogenrath betrifft: die wird es weiterhin nicht geben. „Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das Nutzerpotenzial nicht ausreichend“, sagte Zaplana. Zumindest derzeit. „Das ist nicht in Stein gemeißelt.“ Doch dass sich so bald am nötigen „Umweg“ über Alsdorf oder Übach-Palenberg etwas ändern wird, stellte er nicht in Aussicht. Optimiert werden soll die Vertaktung zwischen Bus und Euregiobahnhaltepunkt in Alsdorf. „Ohne die Umsteigebeziehungen In der Schaf zu gefährden, können die Anschlüsse hier verbessert werden.“ Theoretisch jedenfalls. Was letztlich umgesetzt wird, soll in den nächsten Wochen und Monaten im Detail festgezurrt werden.

Aus Sicht der Grünen ist es in jedem Fall zu wenig. Sie appellierten unter anderem, die Anbindungen vor allem zu den Bahnhöfen in Herzogenrath und Eschweiler deutlich zu verbessern. Zudem sollen die innerörtliche Verbindungen nach Beggendorf, Loverich-Floverich, Puffendorf und Oidtweiler optimiert werden. Und günstiger müsse der Einstieg auch werden. Wie für Alsdorf, Herzogenrath und Würselen solle künftig auch für Baesweiler die Preisstufe 2 geben. Also eine einheitliche Tarifstufe für den gesamten Nordkreis. Bislang zahlt allein der Baesweiler mehr, wenn er etwa nach Aachen will.

Die Anregungen hat der Gast sich notiert. Doch letztlich wird es wie so oft eine Frage des Geldes sein. Realistisch lässt sich da wohl nicht viel machen, wie seitens der CDU Uwe Burghardt feststellte. „Eine Leistungserhöhung ist immer wünschenswert. Aber das wird wohl nicht finanzierbar sein. Wir sind ja schon fast froh, wenn es im kommenden Plan keine Leistungsreduzierung gibt.“

Über den endgültigen Nahverkehrsplan bis 2020 wird der Städteregionstag im Juni entscheiden. In Baesweiler wurde dessen Aufstellung jedenfalls grundsätzlich – und einstimmig – beschlossen.

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