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Baesweiler Geschichtsverein initiiert ersten „Euregionalen Geschichtsmarkt“

Von: Stefan Schaum
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Hier findet er statt, der erste Euregionale Geschichtsmarkt: Auch das Ambiente der Abtei Rolduc soll seine Reize entfalten beim Treffen der Geschichtsfreunde. Darauf freuen sich die Initiatoren Catharina Scholtens und Günter Pesler. Foto: Stefan Schaum

Kerkrade/Baesweiler. Ein richtiges Gipfeltreffen soll es werden. Eine Begegnung von Heimatforschern, Historikern und anderweitig Geschichtsbeflissenen im Grenzland. Und zwar das erste seiner Art. In der Abtei Rolduc in Kerkrade findet am Sonntag, 26. April, die Premiere des „Euregionalen Geschichtsmarktes“ statt.

Auf den Weg gebracht hat diesen Markt der Geschichtsverein Baesweiler. Schließlich hat er beste Verbindungen in die Abtei und zur Stichting Eurode 2000+, die als Kooperationspartnerin mit im Boot ist. Namentlich ist es Catharina Scholtens, die den Vorsitz bei den Baesweiler Geschichtsfreunden und der Stiftung innehat.

Die Idee zum Markt kam ebenso einfach wie spontan: „Weil es so eine Veranstaltung noch nicht gegeben hat, haben wir das jetzt mal angepackt“, sagt Scholtens. Das klingt so leicht – ist aber ein Haufen Arbeit.

„Wir wollen schließlich hier eine einmalige Leistungsschau der Vereine auf die Beine stellen. Da soll es für Besucher durchaus die ein oder andere Überraschung geben“, sagt Günter Pesler, Geschäftsführer des Geschichtsvereins Baesweiler.

Am feinen Ambiente kann es nicht scheitern, denn gleich drei Räume sind in der weitläufigen Abtei für den Markt reserviert. Die braucht es auch, denn die Resonanz ist groß. Etliche Vereine und Personen in der deutschen und niederländischen Grenzregion sowie in der deutschsprachigen Gemeinde in Belgien haben die Macher angeschrieben. Die meisten haben gleich geantwortet: Da sind wir gern dabei!

Den Gästen will man etwas bieten – und sich gegenseitig kennenlernen. Zwar gebe es immer wieder mal Geschichtsvereine, die sich über die Grenzen hinweg austauschen. Doch dass Vertreter von ihnen bei solch einer Gelegenheit zusammenkommen und neue Kontakte knüpfen können, sei schon etwas Besonderes, unterstreicht Günter Pesler

In niederländischer und deutscher Sprache sollen die Vorträge stattfinden und die Texttafeln bestückt sein. Unter anderem wird es um die Bockreiter gehen, um die Weintrasse Herzogenrath-Valkenburg, um den Bergbaustreik im Jahre 1943 und 1200 Jahre Justiz in Aachen. Auch die Gattung des Historischen Romans soll an dem Tag beleuchtet werden. Ursprünglich war angedacht, die Vorträge jeweils eine halbe Stunde dauern zu lassen. Davon ist man allerdings rasch wieder abgerückt – weil sich einfach zu viele fanden, die etwas zu sagen hatten. So gilt nun pro Referat die Höchstgrenze von 20 Minuten. Was nicht zuletzt den Vorteil von knackig-kompakten Präsentation haben dürfte. Trocken soll das Ganze nämlich keinesfalls werden, sondern möglichst höchst lebendig, hoffen die Macher. Und eine Eintagsfliege soll es auch nicht sein. Zwar sei solch ein Markt kaum in einem jährlichen Rhythmus zu stemmen, blickt Catharina Scholtens voraus, doch alle zwei Jahre sollte das schon möglich sein, sagt die Initiatorin.

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