Baesweiler - Baesweiler Geschichtsverein blickt tief ins Stadtarchiv

Baesweiler Geschichtsverein blickt tief ins Stadtarchiv

Von: Sigi Malinowski
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Viele Schätzchen beinhaltet das Archiv des Geschichtsvereins. Einblicke ließen zum Infoabend Klaus Peschke (rechts), Geschäftsführer Günter Pesler und Catharina Scholtens zu. Foto: Sigi Malinowski
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Viele Schätzchen beinhaltet das Archiv des Geschichtsvereins. Einblicke ließen zum Infoabend Klaus Peschke (rechts), Geschäftsführer Günter Pesler und Vorsitzende Catharina Scholtens zu Foto/Repro: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Abriss der alten Turnhalle zugunsten des Vollsortimenters am Feuerwehrturm“? Solch einen Ratsbeschluss hätte es in diesen Tagen tatsächlich geben können – wenn denn die Pläne Baesweilers im Jahre 1925 Anklang gefunden hätten.

Seinerzeit hatten sich die Gemeindeoberen tatsächlich mit dem Gedanken an eine neue Halle für Leibesübungen befasst und ließen auch eine Zeichnung anfertigen. Doch aus der Turnhalle am Feuerwehrturm wurde nichts.

Das fehlende Geld verhinderte ein Unternehmen dieser Art. Solche und andere überraschende Einblicke in die Baesweiler Vergangenheit bot Klaus Peschke bei einem Vortrag über das Baesweiler Stadtarchiv. Viele Interessierte zog der lebendige Vortag des ehemaligen Leiters der Volkshochschule und jetzigen Mitarbeiters des Geschichtsvereins Baesweiler an.

Zu lernen gab es viel. Denn wer weiß schon, dass sich die Gemeindeverordneten mutig gegen eine Abgabe zum Aufbau einer Flotte ausgesprochen hatten, damals, im Preußen des Jahres 1862. Anlass des Vortrages war, „neugierig auf die lokalen Schätze des Archivs für Familien- und Heimatforscher zu machen“.

Da passte die Rarität – das Bild der nie gebauten Turnhalle – sehr gut hinein. Derzeit wird der Aktenbestand der Bürgermeisterei Baesweiler der Jahre 1815 bis 1934 für die öffentliche Nutzung vorbereitet. Die Freigabe ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Dann können Familienforscher unter anderem selbst die „Liste der Dienstmädchen 1864“ durchsehen. „Die arbeitssuchenden Mädchen sind dort mit einer genauen Beschreibung ihres Aussehens vermerkt, fast so gut wie ein Passbild“, empfand Referent Peschke. Über weitere Angaben zur Archivöffnung wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

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