Baesweiler feiert „eine der besten Sessionen aller Zeiten“

Von: mas
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Manni Krämer gibt dem Stroafeäsel die Sporen.

Baesweiler. „Neunzigtausend“! So hoch vermutete ein Karnevalsfan in Baesweiler die Besucherzahl zum Tulpensonntagszug. Ganz so hoch war der Zulauf nicht. Aber 10.000 schunkelnde und singende Narren sollen es gewesen sein. Bei Bedingungen, die unter dem Titel „Erste Sahne“ liefen.

Fast 70 Einheiten schickten die Zugleiter Sven Butzbach, Thomas Kurz und Peter Zillikens auf den jecken Parcours. „Die Bedingungen sind traumhaft“, jubelte Ehrengarden-Vorsitzender Erich Theil schon beim morgendlichen Gardeappell.

Da hatte er auch die Katze im Sack herausgelassen. Wer muss auf den Strafesel? Der langjährige Gardist Manni Krämer kletterte auf den hölzernen Vierbeiner und ließ sich feiern. „Nö, das ist keine Strafe für mich. Ich freu‘ mich drauf“, bekannte der altgediente Schörjer. Er humpelte mit seinem Eäsel (Motto: „Mit dem Prinzenzepter ging er lässig um, drum führt er heut den Esel rum“) durchs Dorf, sprang immer wieder mal runter und nahm das Bad in der Menge. Das ließen auch Lippi Meißners (Beeckflies)-„Matrosinnen“ über sich schwappen.

Die Sozialdemokratin wollte – so flüsterte man – sogar noch eine Ehrenrunde durch den Baesweiler CAP drehen. Doch dazu hatte man dann doch keine Lust mehr, warteten doch an den berühmtesten Plätzen Baesweilers – Rey- und Kirchplatz – entfesselte Anhänger. Dort zogen auch die Frauen, Freundinnen oder/und Maimädchen der Baesweiler Junggesellen vorbei.

Sie trieben es ganz schnippisch mit ihrem Motto: „Lieber einen Baesweiler Paradiesvogel als eine Oidtweiler Taube“. In eine Trutzburg hatten sich die Ritter und Schönheiten der „Schörjer“ verschanzt. Sie böllerten aber nicht, sie schmissen mit süßem Kram.

Mit einem mächtigen Narrenschiff kreuzte der Junggesellenverein Baesweiler auf. Waren die hoch geschätzten JVBler wie immer mitten im Gefecht, so gab‘s Premieren für die Lovericher, Beggendorfer und Settericher Tollitäten, einschließlich der Kinder. Und ganz am Schluss kam dann das Ensemble, das Baesweiler förmlich berauschte. Die Schönebecks: „Baesweilers schönste Bescherung des heimischen Karnevals“, jubelte man am Reyplatz.

In der Tat hatten sich Prinz Dete und Prinzessin Edith mit einem tollen Hofstaat durch eine Session getanzt und gesungen, die von vielen Karnevalisten (Erich Theil: „Eine der besten Sessionen aller Zeiten“) mit Höchstnoten bewertet wird bewertet wird.

Nebenher taten sie auch noch still etwas Gutes. Am Rande wurde bekannt, dass das Prinzenpaar eine chronisch erkrankte Mitbürgerin aus Baesweiler auf dem Prinzenwagen mitfahren ließ. Als Geschenk sozusagen. Als Geschenk empfindet Prinzessin Edith auch das, was in den letzten Monaten passierte: „Die ganze Session ist ein Höhepunkt“. Der Zug erweiterte dieses Gefühl noch . . .

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