Baesweiler Bürger stellen City auf den Prüfstand

Von: Stefan Schaum
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Mehr oder weniger belebt: Die Außengastronomie am Reyplatz zieht bei gutem Wetter zahlreiche Besucher an. Wer durch den Volkspark geht, kann eher die Einsamkeit genießen. Wege der Aufwertung waren bei der Bürgerwerkstatt auch in Kleingruppen ein Thema. Foto: Stefan Schaum
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Mehr oder weniger belebt: Die Außengastronomie am Reyplatz zieht bei gutem Wetter zahlreiche Besucher an. Wer durch den Volkspark geht, kann eher die Einsamkeit genießen. Wege der Aufwertung waren bei der Bürgerwerkstatt auch in Kleingruppen ein Thema. Foto: Stefan Schaum
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Mehr oder weniger belebt: Die Außengastronomie am Reyplatz zieht bei gutem Wetter zahlreiche Besucher an. Wer durch den Volkspark geht, kann eher die Einsamkeit genießen. Frische Ideen für die Grünfläche sollen im Zuge des Handlungskonzeptes gefunden werden. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Der Name war passend gewählt: Bürgerwerkstatt. Überlegen, diskutieren, Ideen entwickeln – eben ein wenig Arbeit mit einbringen, damit die Innenstadt sich weiter entwickeln kann. Die Gelegenheit, dazu nutzten recht viele: Gut 100 Gäste waren es beim Abend in der Burg Baesweiler.

Das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt soll beileibe nicht bloß am Reißbrett von Stadtplanern entsteht, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens eingangs unterstrich. „Wir wollen das Konzept für unsere Stadt auf einer möglichst breiten Basis erstellen, hier geht es um viel mehr als um Parkgestaltung und ein paar Straßen.“

Im Grunde geht es um die ganze City, auch um die öffentlichen Gebäude wie Schulen oder Sportstätten. Wie kann man die attraktivieren oder energetisch auf Vordermann bringen? Eine Bestandsaufnahme dazu stellten Mitarbeiter der Aachener Planungsgruppe MWM zu Beginn vor. Tenor: Alles offen, alles ausbaufähig. „Wir wollen mit ihnen 10, 15 Jahre vorausdenken und schauen, wo Baesweiler dann stehen kann“, sagte Bernd Niedermeier von MWM.

Tempo machen

Im Rahmen eines Förderprogramms des Bundes winken Gelder für die Umgestaltung – und Baesweiler will Tempo machen, um unter den ersten Antragstellern zu sein. Was letztlich förderfähig ist, wird sich zeigen. Bei der Ideenfindung sollte die Kreativität aber nicht von der möglichen Machbarkeit blockiert werden, schickte Niedermeier voraus. „Wir wollen keine Wolkenkuckucksheime bauen, aber auch keine Denkblockaden. Heute sammeln wird erst einmal die Vorschläge – und schauen erst dann, wie man die realistisch anpacken kann.“

Kostenloses WLAN?

In zwei Arbeitsgruppen ging die Ideenfindung vonstatten. In einem waren Verkehr und Mobilität Schwerpunkte, im anderen Wohnen, Leben und Kultur. Dass sich in Sachen Fahrradwegen in der Innenstadt einiges tun muss, wurde deutlich. Auch die schwierige Struktur der Geschäftsachse kam auf den Prüfstand. Die sei mit ihren gut 1,5 Kilometern zu lang, befand mancher.

Und in der Mitte macht sich so langsam Leerstand breit. Ob dort ein Kulturprojekte für Senioren Platz finden oder ein kostenloser WLAN-Hotspot einen Attraktivitätsschub bringen kann, blieb zunächst offen – doch landeten auch solche Vorschläge auf den Listen, die sich im Lauf des gut dreistündigen Abends beachtlich füllten.

Mehr Aufenthaltsqualität im Volkspark, Mehrgenerationen-Wohnprojekte in der Innenstadt, eine optische Aufwertung der Bushaltestelle In der Schaf – diese Anregungen konnten die Planer mitnehmen, die wollen sie nun in das Konzept einarbeiten.

Das Tempo soll dabei hoch bleiben. Wenn möglich, soll die Politik bereits im Herbst über das ergänzte Handlungskonzept abstimmen können, damit die Fördergelder noch in diesem Jahr beantragt werden. Im Januar sollen die Bürger dann auf dem Weg zur tatsächlichen Umsetzung von Bauprojekten oder Umgestaltungen erneut ins Boot geholt werden. Ihre Ideen bleiben also gefragt.

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