Baesweiler bündelt Windräder an nur einem Standort

Von: Stefan Schaum
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Baesweiler. Die Vorgaben des Landes wird Baesweiler mehr als erfüllen – aber jede Ressource wird die Stadt dabei auch nicht ausschöpfen: In Sachen Windenergie konzentriert sich künftig alles auf den südwestlichen Bereich. Auf die Felder zwischen der Bergehalde Carl-Alex und Alsdorf sowie Übach-Palenberg.

Also auf Flächen, auf denen bereits einige Windräder stehen.

Gemessen an den Möglichkeiten, die die jüngste Windpotenzialstudie ausweist, könnte man von einem Kompromiss sprechen, für den der jüngste Bau- und Planungsausschuss mehrheitlich votierte. Auf insgesamt 16 mögliche Flächen war das Erkelenzer Planungsbüro VDH bei der räumlichen Analyse gestoßen. Dabei kamen nur Bereiche in Betracht, die weit genug von der Wohnbebauung entfernt sind, und genug „Windhöffigkeit“ bieten, sprich: wo der Wind auch mal kräftiger bläst. Wirklich groß sind die meisten dieser Flächen aber nicht – selbst wenn sie im Plan bereits mit benachbarten Grundstücken gebündelt wurden. So ist ein Stück westlich von Puffendorf schlicht zu klein, um dort sinnvoll Rotoren unterzubringen, gleiches gilt für zwei Flächen am Stadtrand östlich von Setterich. Mindestens drei Windräder müssen Platz finden, damit ein Bereich wirtschaftlich wird.

Als bedingt geeignet wurden Bereiche östlich von Puffendorf und zwischen Floverich und Beggendorf eingestuft. Bedingt heißt in dem Fall: wenn man will, kann man auch dort Windenergie nutzen, selbst wenn die „Windhöffigkeit“ geringer ist. Doch das wollte der Ausschuss mehrheitlich nicht. Ein einstimmiges Votum gab es nur für den dicksten Batzen in der Studie: die gut 105 Hektar große Fläche Richtung Alsdorf. Die hat gemessen an der städtischen Gesamtfläche allein bereits einen Anteil von 3,78 Prozent. Damit liegt man locker über der Forderung des Windenergieerlasses NRW, der Windrädern einen Raum von zwei Prozent der Stadtfläche einräumen will.

Die Grünen wollten mehr. Auch die beiden bedingt geeigneten Flächen als Vorrangzonen für Windkraft auszuweisen, hatte Rolf Beckers gefordert. Zumindest die Fläche zwischen Floverich und Beggendorf hätte auch die SPD gern in die Empfehlung an den Rat mit aufgenommen. Doch es bleibt wohl bei der künftigen Konzentration von Windanlagen an einem Standort – weitere neue kann dann es andernorts in der Stadt nicht geben. Zumindest, so lange nicht die Nachbarkommunen ihrerseits Rotoren nahe der derzeit als zu klein erachteten Flächen in Baesweiler aufstellen. Dann könnten die als interkommunale Windzonen erneut ins Spiel kommen.

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