B57n: Umplanung wirft erneut Fragen auf

Von: Stefan Klassen
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Brücke für die B57n bei Beggendorf: Die Baukosten beschäftigen zum wiederholten Mal die Landespolitik. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Die Forschung nach der Ursache, warum die voraussichtlichen Kosten für die neue Ortsumgehung B57n auf mittlerweile fast 20 Millionen Euro gestiegen sind, geht in die nächste Runde: Erneut haben die beiden Grünen-Landtagsabgeordneten Reiner Priggen (Aachen) und Horst Becker eine sogenannte Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

Diese solle nun die „Kostenexplosion plausibel erklären”, nachdem die Antwort auf eine vorangegangene Anfrage „nicht zufriedenstellend ausgefallen” war. Der für den Bau zuständige Landesbetrieb Straßen NRW hatte die Kosten für die 7,3 Kilometer lange Trasse noch beim symbolischen ersten Spatenstich im August 2008 auf 12,1 Millionen Euro beziffert.

Mittlerweile geht die Behörde von 19,8 Millionen Euro aus. Für diese Steigerung habe die verantwortliche Landesregierung „keine einleuchtende Erklärung” geliefert, kritisiert Priggen. Allein mit gestiegenen Preisen im Baugewerbe sei die Steigerung nicht zu begründen. Deshalb fordert Grünen-Verkehrsexperte Becker in der Kleinen Anfrage eine Auflistung der einzelnen Kostenfaktoren. Und nimmt dabei besonders die Umplanung der Anbindung der B57n an die L240n in den Blick.

Es solle geklärt werden, welchen Anteil der nachträglich umgeplante Knoten B57n/L240n an der Kostensteigerung um mehr als 7 Millionen Euro hat. Zudem sei grundsätzlich nicht klar, weshalb dort statt eines Kreisels nun ein Brückenbauwerk mit Unterführung gebaut werde.

Die Ortsumgehung B57n für Setterich und Baesweiler wird 7,3 Kilometer lang, verläuft über neun Brücken und vier Kreisverkehre.
ArtikelDie Kosten beziffert der für Bau und Planung zuständige Landesbetrieb Straßen NRW derzeit auf 19,8 Millionen Euro. Das erste Teilstück von der B56 bis zur L225 soll Ende 2010, der zweite Abschnitt (L225 bis L240n) rund ein Jahr später fertig sein.

Die Kostensteigerung war bereits zweimal Thema im Bundestag beziehungsweise Landtag: Im Oktober 2009 stellte die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Bettina Herlitzius (Herzogenrath), eine Anfrage an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, im November gab es eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Reiner Priggen und Horst Becker an die Landesregierung. Detaillierte Antworten gab es in beiden Fällen nicht.

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