B57n: Ende 2010 ist Baesweilers neue Ortsumgehung fertig

Von: Stefan Klassen
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Betonbrücke
Noch steht der Betonkoloss eher unvermittelt auf freier Flur, er wird aber Teil der Verkehrsentlastungen im Rahmen des Baus der B57n rund um Baesweiler sein. Foto: eska

Baesweiler. Ziemlich einsam und verlassen steht er auf dem Feld zwischen Floverich und Waurichen, der fertiggestellte Koloss aus Beton und Stahl. Nach mehrmonatiger Arbeit ist der Bautrupp mit seinen Maschinen Richtung Beggendorf weitergezogen und arbeitet dort an zwei weiteren Brücken.

Doch das ist erst der Anfang, demnächst rücken die Straßenbauer an. Sie alle sind mit dem derzeit größten Straßenprojekt im Nordkreis beschäftigt, dem Bau der B57n.

Chef des Teams ist Projektkoordinator Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßen NRW. Auf seinem Plan stehen insgesamt neun Brücken und vier Kreisverkehre, die in den nächsten gut zwei Jahren samt 7,2 Kilometer langer Asphalttrasse gebaut werden sollen. „Bislang läuft alles reibungslos, wir liegen gut in der Zeit”, sagt er.

Die von Baesweilern und insbesondere Setterichern herbeigesehnte Ortsumgehung wird in zwei Abschnitten gebaut und soll rund 20 Millionen Euro kosten.

Teilstück 1 erstreckt sich westlich von Floverich von der Bundesstraße 56 zur Landstraße 225 (Setterich-Übach). In Meyers Terminplan ist dessen Fertigstellung „für den Jahreswechsel 2010/11” vermerkt.

Ein Datum, das sich sowohl die Anwohner der Settericher Hauptstraße als auch die vielen Pendler, die sich täglich durch die Ortsdurchfahrt quälen, merken sollten. Denn dann wird die jetzige B57 zur Gemeindestraße herabgestuft und der Weg für eine städtebauliche Frischzellenkur freigemacht.

Diese nimmt bereits zurzeit mit dem Umbau des Areals zwischen Schnitzelgasse, Adenauerring und Hauptstraße ihren Anfang. Und weitere Pläne sind in Arbeit, wie Peter Strauch, Technischer Beigeordneter der Stadt Baesweiler, betont: „Ein Planungsbüro hat eine Grobanalyse erstellt, was wir entlang der Hauptstraße machen können. Für die Details haben wir nun noch rund zwei Jahre Zeit.”

Alles weitere wird die Politik entscheiden, ebenso werden die Bürger an den Planungen beteiligt.

Von großer Bedeutung für die Lenkung der Verkehrsströme ist im Zusammenhang mit der B57n der Bau einer weiteren Entlastungstraße: der L50n.

Diese soll die über die L225 aus Richtung Übach/Gewerbegebiet rollenden Fahrzeuge aufnehmen und Richtung Aldenhoven/Autobahn 44 steuern.

Rund 4,4 Millionen Euro sind für deren Bau veranschlagt, laut Projektkoordinator Arnd Meyer „wird im nächsten Frühjahr Baubeginn sein”.

Dann wird sich Meyer zugleich dem zweiten Teilstück der B57n zuwenden, das von der L225 nach Süden bis zur L240 Richtung Alsdorf führen wird.

Dessen Bau beginnt, wenn Teilstück 1 fertiggestellt ist. Ob die Ortsumgehung für Baesweiler und damit die komplette Trasse tatsächlich zum Jahreswechsel 2011/12 freigegeben werden kann, darauf will sich Meyer noch nicht festlegen.

In der Stadtverwaltung gibt es unterdessen bereits Überlegungen, was dann entlang der alten, verkehrsentlasteten und herabgestuften B57 in Baesweiler geschehen soll.

„Möglich sind Radwege und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung”, erklärt Technischer Beigeordneter Peter Strauch. Es gebe jedoch - im Gegensatz zu Setterich - „keinen Umgestaltungsdruck, da wir in Baesweiler eine andere Situation haben”: der zentrale Bereich mit Geschäften und Gewerbe liegt abseits der Noch-Bundesstraße. „Wir werden uns aber konkrete Gedanken machen.”
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