B57: Kurz vor Bauende gibt es noch den Ärger

Von: Holger Bubel
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Kann schon bald wieder beradelt werden: Der Weg an der B57 war wochenlang für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Eine Menge getan hat sich in den vergangenen Jahren in Alsdorf, um die Infrastruktur für Radfahrer zu verbessern. Das größte Projekt dabei ist die bald fertige Ertüchtigung eines Teilstücks der Blumenrather Straße zwischen Markt und Friedhof, inklusive der Anlegung eines komfortablen Radwegs.

Jüngst noch wurde der Rad- und Fußgängerweg an den Bahngleisen zwischen Kellersberg und Blumerath – einer gut frequentierten Verbindungsstrecke zwischen den Stadtteilen – aufbereitet.

Diese und viele weitere, kleinere Maßnahmen wurden vom Fahrradbeauftragten der Stadt, Oliver Schmidt-Schwan, auch ausdrücklich gelobt. (Erst) jetzt jedoch rief ihn die seit Wochen existierende Sperrung des Radweges zu Bauzwecken an der B57 auf den Plan: „Mit der Sperrung des Radwegs an der Baustelle B57 haben Sie bzw. die Stadt Alsdorf aber wirklich ganz großen Mist gebaut!“, heißt es in einem Schreiben an das städtische Amt für Hoch-, Tiefbau und Verkehrsplanung.

Weiter heißt es: „Ist irgendein Mitarbeiter der Stadt mal mit dem Rad die verlangte Umgehung abgefahren bzw. gegangen? Fahren darf man ja nicht! Vor allem morgens oder abends, wenn noch kein Tageslicht vorhanden ist?“ Tatsächlich werden Fußgänger und Radfahrer ab Theodor-Seipp-Straße durch den Tierpark und die Unterführung der B57 geleitet. Und zwar nach dem Motto „Wer sein Rad liebt, der schiebt“. Denn für die Pedaleure heißt es Absteigen ab Tierpark.

Verwundert über die heftige Reaktion des Fahrradbeauftragten zeigt sich Ordnungsamtsleiter Jürgen Kochs auf Anfrage, dessen Fachbereich für die Umgehung verantwortlich zeichnet: „Diese verkehrliche Maßnahme ist mit der Polizei und dem Baulastträger abgestimmt. Die Prämisse lautete: sicher führen.“ Und auch Oliver Schmidt-Schwan, so Kochs, sei über die Wegführung für Radfahrer und Fußgänger bereits im Oktober informiert worden. Da habe es keinen Widerspruch gegeben.

Eine alternative, machbare Streckenführung, etwa den „Reitweg“ oberhalb des gesperrten Rad- und Fußweges, habe es nicht gegeben. „Das hätte zu unverhältnismäßig hohen Aufwendungen geführt“, sagt Kochs. Der gesamte Reitweg hätte beleuchtet, ausgebaut und gesichert werden müssen. Kochs räumt ein, dass die nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer in dieser kurzen Bauzeit mit Beeinträchtigungen hätten leben müssen. Aber ein Ende ist in Sicht. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren, damit der Rad-/Fußweg bereits ab dem morgigen Freitag wieder nutzbar ist.

Sauer ist Kochs allerdings auf den Radfahrbeauftragten. „Der Stil seiner Kritik ist nicht ok. Er hatte vorher die Gelegenheit, mitzuwirken.“ Im Januar beginnt der zweite Bauabschnitt. Dann soll es weniger Behinderungen geben.

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