B258n nicht für Bundesverkehrswegeplan angemeldet

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:

Herzogenrath. In den aktuellen Projektanmeldungen bei der Bezirksregierung für Straßenplanungen der Landesregierung ist die B 258 n nicht mehr enthalten. Das bedeutet: Zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde die B 258 n nicht angegeben.

Somit liege auch dem Landesbetrieb Straßen NRW kein Arbeitsauftrag seitens der Landesregierung für eine Fortsetzung der Planungen mehr vor. Grünen-Fraktionschef Dr. Bernd Fasel hat diese Nachricht zunächst mit Freude zur Kenntnis genommen. Mit seinem Vorschlag in den politischen Raum, den Punkt B 258 n nun endlich zu den Akten zu legen und auch aus der üblichen Beschlusskontrolle des Stadtrats zu entfernen, ist er allerdings nicht überall auf Gegenliebe gestoßen: Bürgermeister Christoph von den Driesch, der sich wie die Herzogenrather CDU durch die B 258 n eine Entlastung der Rodastadt vom Durchgangsverkehr verspricht, erinnert auf Nachfrage unserer Zeitung an die Übereinkunft, erst die Zahlen zur Verkehrsentwicklung abzuwarten. Schließlich solle man wissen, welche Konsequenzen der demografische Wandel und die Handelsbeziehungen in der Region bis 2025 haben. Selbst wenn die B 258 n momentan nicht auf der Liste stehe, müsse man dennoch auch betrachten, welche Entwicklung die Landstraße 232/Ortsdurchfahrt Herzogenrath nehme.

Eine Verkehrsanalyse unter Federführung der Städteregion ist anhängig. Werde in dieser Studie festgestellt, dass es auf der L 232 eine Reduzierung gebe, wolle man nicht noch einmal politisch vorgehen. Von den Driesch gibt zu bedenken, dass auch die Auswirkungen des Buitenrings auf niederländischer Seite in Betracht gezogen werden müssten. Hier seien die Bautätigkeiten schon so weit vorangeschritten, dass es kaum vorstellbar sein, dass der Raad van State, Verfassungsorgan und Rechtsmittelgericht der Niederlande, dieses umstrittene Bauvorhaben gänzlich kippen werde. Allenfalls werde der Ausbaugrad gesenkt. Eine vierspurige Ausbauvariante der Hamstraat bis zur Autobahn würde eine so hohe Entlastung darstellen, „dass das Thema B 258 n für mich dann auch gegessen wäre“, sagt von den Driesch.

Auf niederländischer Seite wird derweil bedauert, dass die für den Buitenring Parkstad Limburg bedeutsamen Anbindungen auf deutscher Seite, neben der B 258 n die L 42 n/Landgraaf-Geilenkirchen auf NRW-Ebene nur noch geringe Priorität genieße. Besonders mit Blick auf den starken Frachtverkehr durch Landgraaf möchte die Provinzregierung Lobbyarbeit in Sachen Anbindung betreiben. Das besagt das Verkehrs- und Transportprogramm der Provinz Limburg. Oder wie Dr. Fasel es nennt: „Die Niederlande bleiben an der B 258 n dran – leider!“

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