Herzogenrath - AWO Merkstein besucht Generationenpark in Kohlscheid

AWO Merkstein besucht Generationenpark in Kohlscheid

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Ganz klein vor den Baumriesen: Den Besuchern imponierten die gewaltigen Pflanzen im Generationenpark.

Herzogenrath. Eine heimatkundliche Exkursion von besonderem Reiz haben 30 Mitglieder und Gäste der Merksteiner Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) erlebt. In dem kürzlich eingeweihten Generationenpark an der Roermonder Straße in Kohlscheid wurden die Besucher von Stadtgärtner Rainer-Josef Schulte empfangen.

Liebevoll hatte der Experte die Begehung des Parks vorbereitet. Namensschilder und Schautafeln verdeutlichten die Entwicklung des Parks, der unter dem Namen „Villa Burckhardt” vielen Bürgern noch gut in Erinnerung sein dürfte.

Vor allem faszinierten die lebendigen und fachlich versierten Erläuterungen die Besucher. Schulte wusste von jedem Baum etwas zu erzählen über die Herkunft, Alter, Gefährdung und notwendige Pflege.

Zunächst verwildert

Nach dem Abriss der Villa in den 80er Jahren verwilderte der Park zunächst und war vollkommen unzugänglich. Bis vor einigen Jahren der EBV das Gelände zum symbolischen Preis von einem Euro der Stadt Herzogenrath überließ. Vorübergehend war eine Wohnbebauung im Gespräch. Rainer Schulte: „Als ich zum ersten Mal hier stand, habe ich gesagt: Zu schade, wenn das bebaut würde!”

Spontan hatte der engagierte Fachmann den wertvollen Baumbestand im Blick. Eine Landschaftsarchitektin wurde zu Rate gezogen, die Fläche vermessen und eine Gestaltungsplanung entwickelt. Dann ging es ans Auf- und Ausräumen, um aus der Wüstenei ein Refugium für die Bürger zu machen; mit einer Investition von 80.000 Euro.

Die vergleichsweise günstige Arbeit war möglich, weil die Gärtnertruppe der Stadt nahezu alle Aufgaben in Eigenleistung erledigte. Ein schöner Nebeneffekt: „Hier konnten unsere Auszubildenden an einem Gesamtgewerk arbeiten, was wichtig ist für ihre Prüfung.”

Wieder frei atmen

Das Ergebnis: Baumriesen, deren mächtige Kronen bis zu zwanzig Meter in den Himmel ragen und die Krieg und Zerstörung überdauert haben. Sie dürfen nun wieder frei atmen. Darunter Kostbarkeiten wie die Bergulme, „die es in dieser Größe kaum noch in Deutschland gibt”, sagte Schulte.

Dazwischen Freiflächen, gepflegte Wege, Ruhebänke und wunderschöne Sichtachsen, die den Blick auf die gesamte Anlage freigeben. Im Mittelpunkt eine mächtige Trauerbuche und eine Blutbuche, mit einem einfachen Lattenzaun eingefriedet. „Dieses Naturkleinod vor unserer Haustür bedarf der ständigen Beobachtung und sensiblen Pflege.” Spontan kam aus dem Besucherkreis die Anregung, Patenschaften für einzelne Bäume zu initiieren.

Herzlich bedankte sich AWO-Vorsitzender Horst Herberg bei Rainer Schulte „für die aufschlussreiche und engagierte Führung”.
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