„Avrasya” will Sieg bei Integrationsratswahl wiederholen

Von: -ks-
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Mit Nurhan Gümüs „nur” eine Frau im Aufgebot: Die Liste „Avrasya”, die von Mevlüt Zorlu (hintere Reihe 3.v.l.) angeführt wird, will wieder die Mehrheit im Integrationsrat erreichen.

Alsdorf. „Avrasya” will weiterhin am Brückenschlag zwischen „angestammten” Alsdorfern und Migranten arbeiten. Seit 15 Jahren ist die Liste im Ausländer- und seit letzter Wahlperiode im Integrationsrat vertreten - und landete beim letzten Mal einen überzeugenden Wahlsieg mit 80,35 Prozent.

Angesichts der langjährigen Erfahrung will Spitzenkandidat Mevlüt Zorlu mit 14 weiteren auf dieser Liste kandidierenden Migranten türkischer Herkunft erneut sehr gut abschneiden und zudem die Wahlbeteiligung steigern (zuletzt 16,5 Prozent).

„Jeder Wahlberechtigte sollte sich verpflichtet fühlen, auch zur Wahl zu gehen”, ergänzt Abdullah Akcay. Vom einfachen Arbeiter bis zum Hochqualifizierten und -gebildeten reicht die Palette der Berufe der Kandidierenden. „Gemeinsam sind wir stark” prangt auf dem Wahlplakat. Gemeint ist aber nicht nur der Zusammenhalt der Liste, sondern auch die Kooperation mit den anderen drei zur Wahl antretenden Listen und mit möglichst allen Alsdorfern ohne „aktuellen” Migrantenhintergrund.

„Gehen Sie wählen”, wird vor allem um die Stimmabgabe geworben. Wenn die dann für „Avrasya”, abgegeben wird, freut das um so mehr, gemeint ist aber vor allem die Stärkung der Bedeutung des Integrationsrates durch möglichst hohe Resonanz in der Bevölkerung. Und was viele nicht wissen: Es geht nicht nur um hier lebende Türken und Marokkaner, es geht auch um Spanier, Italiener, Niederländer oder Belgier, welche die Kriterien zur Wahlbeteiligung erfüllen. Rund 4600 Wahlbereichtigte stehen im Alsdorfer Wahlverzeichnis. Sie sind für Sonntag, 7. Februar, zur Stimmabgabe aufgerufen.

Kulturell einbinden

„Wir wollen Vorurteile auf beiden Seiten abbauen, mit politischen Parteien zusammenarbeiten, denen wir zum Teil ja auch angehören, und die Migranten politisch, wirtschaftlich und kulturell einbinden”, fasst Zorlu das Wahlprogramm in einem Satz zusammen, für das auch mit einem Flyer geworben wird.

Unterstützt wird die Liste nach eigenen Angaben von drei Initiativen: dem deutsch-türkischen Kultur- und Sportverein, dem türkischen Integrations- und Bildungsverein am Übacher Weg sowie dem türkisch-islamischen Kulturverein in Mariadorf.

„Es gibt hier rund 200 Unternehmer türkischer Herkunft, die hier leben und investiert haben. Alsdorf wird als Heimat empfunden”, sagt Zorlu. „Es ist bei den Parteien aber noch nicht richtig angekommen, wie wichtig wir für die weitere Entwicklung der Stadt sind”, sieht er Klärungsbedarf.

Der soll auch durch weitere Veranstaltungen und Gesprächsrunden bedient werden, wenn es um die vielfältigen Aspekte des deutsch-ausländischen Zusammenlebens geht, wozu herausragend die Bildung von Migrantenkindern gehört, verspricht er. „Wir sehen in dem neuen Bürgermeister Alfred Sonders eine große Chance, mit der Integration voran zu kommen”, meint der Listenführer - und meint damit auch den Abbau von Bürokratie und die verstärkte Öffnung der Verwaltung für die Belange von Migranten.
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