Auszeichnung für Engagement bei Eurode-Cup

Von: Daniel Gerhards
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Ausgezeichnet: Judith Frankenh
Ausgezeichnet: Judith Frankenhuis von der Stiftung „Meer dan Voetbal” des niederländischen Fußballverbands ehrte Ralf Klohr (l.) und John Heckmann aufgrund ihrer Verdienste um den grenzüberschreitenden Sport.

Eurode. Wenn Ralf Klohr und John Heckmann den Ball rollen lassen, dann geht es dabei nicht bloß um Fußball. Sie organisieren den grenzüberschreitenden Eurode-Cup, um den Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und den Niederlanden zu ermöglichen, sich gegenseitig kennenzulernen.

Ralf Klohr vom SuS Herzogenrath und John Heckmann von RKTSV Terwinselen-Kerkrade liegt dabei Eines ganz besonders am Herzen: Fairplay.

Für ihre Arbeit erhielten sie bereits große Anerkennung vom Deutschen Fußballbund (DFB). Nun zeichnete die Stiftung des niederländischen Fußballverbands (KNVB) die beiden mit dem Label „Meer dan Voetbal” aus. Zu Deutsch: „Mehr als Fußball”. „Das ist eine Anerkennung dafür, dass die beiden den Fußball nutzen, um etwas für die Gesellschaft zu tun”, erklärte Judith Frankenhuis von der Stiftung „Meer dan Voetbal”. „Das ist ein langfristig angelegtes Projekt, das auf Partnerschaft und Kooperation setzt. Dabei werden die Grenzen buchstäblich überwunden.”

Das Label überreichte Frankenhuis beim Eurode-Cup. Dort konnten sie sich einen Eindruck davon verschaffen, wie gut die Arbeit Klohrs und Heckmanns funktioniert. Das beeindruckte auch Saskia Hoogaars vom KNVB: „Die beiden reden nicht bloß über Kooperation und Fairplay. Sie packen richtig an.” Bisher erhielten in der Region Limburg ausschließlich Proficlubs wie Roda Kerkrade diese Auszeichnung.

Heckmann und Klohr freute diese Auszeichnung besonders, da nun nach dem DFB auch der niederländische Verband auf sie aufmerksam wurde. „Das ist eine riesengroße Ehre, vom KNVB eine solche Auszeichnung zu bekommen”, erklärte Klohr. „Das ist für uns Ansporn weiterzumachen. Der Weg ist richtig. Wir müssen ihn weiter gehen.”

Alles begann beim ersten Eurode-Cup 2004, den Klohr und Heckmann organisierten. „Uns fehlte eine Mannschaft. Dann haben wir aus deutschen und niederländischen Spielern das Team Eurode gegründet”, erklärt Klohr. Später entwickelten sie das Fair-Play-Spielsystem, bei dem ohne Schiedsrichter gespielt wird. Diese Regeln werden heute im Jugendfußball im Verband Mittelrhein und Niederrhein angewandt. „Wir lieben den Fußball. Aber ein Teil des Fußballs ist krank. Wir haben überlegt, was wir dagegen tun können. Dabei ist die Fair-Play-Liga entstanden”, sagte Klohr. „Aber wir haben nichts Neues erfunden, nur den Schiri weggelassen.”

Auch beim Eurode-Cup, der an den vergangenen beiden Wochenenden stattfand, wurde im Fair-Play-System gespielt. Dabei gingen Niederländer und Deutsche sportlich miteinander um. „Alles lief problemlos, mit ganz normalen Fußballemotionen”, erklärte Klohr. Insgesamt spielten beim Eurode-Cup mehr als 1000 Kinder und Jugendliche aus 14 Vereinen. Dazu spielten auch Altherren-Teams mit - und das im Fairplay-System. Heckmann: „Sie waren sehr skeptisch. Aber danach haben alle gesagt, dass es richtig gut geht.” „Die Kinder machen vor, dass es mit Respekt, Fairplay und Zusammenarbeit funktioniert.”

Im F-Jugend-Turnier nahm auch ein Team-Eurode teil. Botschafter des deutsch-niederländischen Teams ist Reiner Plaßhenrich. Der ehemalige Alemannia-Profi besuchte die Spiele des Teams beim Eurode-Cup. Nun trainiert er die A-Jugend der Aachener Alemannia. Und er kündigte gleich an, mit seinem Team demnächst gegen das Team Eurode, das mit A-Jugendlichen aus Herzogenrath und Kerkrade besetzt ist, anzutreten.

Beim Eurode-Cup spielten 98 Teams aus 14 niederländischen und deutschen Fußballvereinen. Es gab insgesamt zehn Turniere. Die Sieger bei den A-Junioren: Grenzwacht Pannesheide. B-Jugend: Grenzwacht Pannesheide. C-Jugend: FC Kerkrade West. D-Jugend: Grenzwacht Pannesheide. E-Jugend: SuS Herzogenrath. F-Jugend: SuS Herzogenrath. Mädchen: Grenzwacht Pannesheide. Bambini: SV Kohlscheid. Alte Herren: Kohlscheider BC.
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