Würselen - Ausverkauft und Tränen gelacht: Sommer-Programm von „Night Wash“

Ausverkauft und Tränen gelacht: Sommer-Programm von „Night Wash“

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Umjubelt: Die Cheerleader-Truppe „Pink Poms“ in ihrem knackigen Outfit. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Die Lachmuskeln wurden so sehr beansprucht, dass es am Ende fast reichte. Das Programm des „Summer Night Wash“ vor ausverkauften Rängen auf der Burg Wilhelmstein war schnell. War musikalisch. War alltäglich. War politisch. War abwechslungsreich – eben richtig gut.

Am Ende war der wunderbare Lachsalon ein Erfolg, den alle Akteure geschrieben hatten. Auch Night-Wash-Erfinder und Moderator Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser. Der führte mit der Night-Wash-Band „Alex Flucht“ durchs Programm und sorgte für Stimmung. Er sprach von leidenschaftlich klatschenden Männern, die sich ganz besonders zu musikalischen Klängen bewegen. Er machte Tanztypen aus, die er als Boxer, Luftgitarre spielende Exemplare und Fensterputzer bezeichnete.

Gepaart mit seinen anmutenden Tanzbewegungen unterstrich er seine Worte, bewies seine genauen Beobachtungen und ließ dem Publikum nur die eine Chance: Es musste gelacht werden. Natürlich nahm er auch Wetten-Dass-Moderator Markus Lanz, den er als den Thomas de Maizière der Unterhaltungs-Industrie bezeichnete, auf die Schippe. Ebenso Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit, der auf den US-Präsidenten Barack Obama am Berliner Großflughafen wartete. Es waren die kleinen Spitzen, die den Abend durchzogen, ihn besonders machten. Wie die Partnersuche von Katrin, dem Mauerblümchen, und dem hochbegabten Malte, der Englisch, Französisch und Spanisch sprach, bevor er in nur einer Woche Japanisch lernte. Comedian Thomas Lienenlüke sang von diesen Menschen, und es überraschte kaum, dass Malte erst drei Jahre und eben hochbegabt war ...

Poetry-Slammer Torsten Sträter ließ es gleich rappeln. „Kümmern Sie sich doch mal um Ihre Nachbarn“, war sein Tipp, weshalb das Publikum gespannt auf die Fortsetzung wartete. „Klingeln sie mitten in der Nacht Sturm. Wenn Ihr Nachbar dann endlich nach 20 Minuten mit aufgequollenen Augen die Tür öffnet, sagen sie: ‚Schön, dass sie noch wach sind. Soll ich ihnen ein Pfund Mehl leihen?‘“ Diese Vorstellung war zu schön, und manch einer wird sich genau solch einen Streich durch den Kopf gehen lassen, wenn der Nachbar mal wieder sehr unnachbarschaftlich die Ruhe gestört hat. Sträter war mit seiner Bananen-Diät und den Folgen derselben, aber auch mit dem Thema Frauenfußball ein Highlight des Abends.

Der Münchener Liedermacher Michi Dietmayr sang ein ganz besonderes Lied, „das ich nur singe, wenn ganz besonders liebe Leute da sind. Das sage ich nicht häufig. Glauben sie mir. Das sage ich nur hier in Leverkusen“, erklärte er – und sang es in der Burg in Bardenberg. Und die „Jukebox“ Uli Grewe schließlich begeisterte mit einer ganz besonderen Musikmaschine, in die er Geräusche sang, die wiederholt zu ganzen Liedern wurden und am Ende tatsächlich Tom Cruise in „Top Gun“ vor dem innerlichen Auge des Publikums auferstehen ließ.

Zugaben trotz Regen

Als am Ende noch mal die „Pink Poms“ auftraten, fand der Jubel kein Ende. Dass es zwischendurch geregnet hatte, war für das Burg-Publikum kein Problem. Sie rückten näher zusammen, hielten die Regenschirme noch höher, um möglichst viele Nachbarn vor der Nässe zu schützen und hatten weiter Spaß. Natürlich gab es Zugaben. Denn das Publikum war begeistert. Am Ende hätte jeder noch ein bisschen mehr lachen können. Aber nur, weil es so gut war.

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