Ausstellung zeigt die Entwicklung Euchens

Von: Elisa Zander
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Spannende Vergangenheit Broichweidens: Das zeigen historische Fundstücke, die Peter Sistermann, Vorsitzender des Euchener Heimat- und Geschichtsvereins (l.) und Bruno Weyers, Geschäftsführer des Vereins (r.), Bürgermeister Arno Nelles und Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Leo Jansen erläutern. Foto: Elisa Zander

Würselen. „Das beweist doch, wie dicht unsere Heimat zur Römerzeit besiedelt war.” Günther Feldmann betrachtet die Funde von römischen Trümmerstellen in Euchen, die sorgfältig in einer Vitrine ausgestellt sind. Darunter ein Halsstück einer Amphore, Randstücke von Reibschalen und Terra-sigillata-Geschirr.

Es sind Fundstücke, die teilweise beim Bau der Umgehungsstraße von Archäologen entdeckt wurden. Nun sind sie im Besitz des Euchener Heimat- und Geschichtsvereins, der ihnen eine würdige Aufbewahrung und Schau ermöglicht.

Aktuell ist die römische Keramik im Rahmen einer Ausstellung in der Broichweidener Geschäftsstelle der Sparkasse zu sehen, die zum 15-jährigen Bestehen des Heimat- und Geschichtsvereins eröffnet wurde.

Unter dem Titel „Euchen - von römischen Gutshöfen zum preußischen Gemeindedorf” zeigt der Verein neben den archäologischen Fundstücken Kartenzeichnungen und Bilder.

Über 80 Interessierte sind zur Eröffnung gekommen und sind begeistert von dem, was der Verein zusammengetragen hat. „Das ist Geschichte zum Erleben”, findet Günther Feldmann.

So hat Dr. Bruno Weyers, Geschäftsführer des Vereins, historisch überlieferte Flurnamen, die von Landwirten genutzt wurden, in eine Karte mit dem heutigen Orts- und Wegenetz übertragen. So wird ihre genaue Lage verdeutlich. Zusätzlich werden die Flurnamen in ihrer Bedeutung gedeutet.

Auch zeichnet der Verein die Entwicklung des Orts nach. Erst mit der Besetzung des Rheinlandes durch Frankreich erlangten die bis dahin kleinsten kirchlich-weltlichen Verwaltungseinheiten, die so genannten Kirchspiele, den Status von Gemeinden.

Stolz sind Bruno Weyers und der Vorsitzende des Vereins Peter Sistermann auch auf die alten Urkunden von Verträgen, die das Zusammenleben in den Kirchspielen im 16. bis 18. Jahrhundert regelten. Diese Schätze entdeckten sie eher zufällig bei Landwirten.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Dezember zu den üblichen Geschäftszeiten der Geschäftsstelle Broichweiden zu sehen. Dort kann auch das aktuelle Heimatheft erworben werden.
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