Ausstellung: Retrospektive im Forum für Kunst und Kultur

Von: Nina Krüsmann
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Kunstkenner Wolfgang Becker, Künstler Hermann-Josef Mispelbaum und Erich Lantin vom Forum für Kunst und Kultur in der Euregio bei der Vernissage. Bis zum 29. Oktober sind die Mispelbaum-Werke zu sehen. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Selten wurden bei einer Vernissage im Forum für Kunst und Kultur in der Euregio von den Besuchern so viele Fotos und sogar „Selfies“ gemacht: Die Begeisterung war groß angesichts der menschengroßen Skulpturen von Hermann-Josef Mispelbaum. Doch nicht nur die mannshohen Figuren wie etwa die „Mutter“ im Hauptraum oder der „Erdvertilger“ im Saal nebenan lösten manches nachdenkliche Schmunzeln aus.

Insbesondere auch das Relief „Als dem deutschen Volk das Schmunzeln abhanden kam“ passt zur aktuellen gesellschaftlichen Lage, wie Kunstexperte Wolfgang Becker in seiner Einführungsansprache zur Retrospektive betonte. Und das, obwohl das Werk bereits aus dem Jahr 2014 stammt. Von den 80er Jahren bis heute reicht die breite Palette an Zeichnungen, Skulpturen und Objekten, die der Übach-Palenberger Künstler Hermann-Josef Mispelbaum für seine allererste Retrospektive ausgewählt hat.

Kleine Auswahl

„Angesichts der riesigen Schaffensfreude Mispelbaums ist dies aber nur eine kleine Auswahl an Arbeiten“, betonte Becker. Mispelbaum wurde 1944 in Übach-Palenberg geboren. Er absolvierte eine Ausbildung im Malerhandwerk und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf.

Mispelbaum lebt heute in seinem Geburtsort und in Düsseldorf. Das Thema „Krankheit“ sei ein häufiges Motiv im Werk Mispelbaums, wie Becker erklärte, etwa im Gemälde „Die Leibesvisitation“. Später habe der Künstler eine Krankenschwester geheiratet, die Depression habe ihn verlassen und ab 2011 habe er passend zum gleichnamigen Werk „Erholung“ gefunden.

Eine ganze Reihe kleinerer und mittelgroßer Skulpturen weckte das Interesse der begeisterten Gäste der Ausstellungseröffnung: Der „Europapokal“ von 2017, der – zum Bahnhofsambiente im Eurode-Bahnhof Herzogenrath sehr gut passende – „Euregio-Express“ von 2016 und der „Apokalyptische Hund“ von 2011. „Mispelbaums Skulpturen haben etwas Majestätisches, ja Monumentales. So hat es 2014 auch eine seiner Figuren ins öffentliche Stadtbild von Übach-Palenberg geschafft. Ich selbst durfte bei der Aufstellung von ‚Der stumme Zeuge‘ dabei sein“, erzählte Becker.

Die Retrospektive von Hermann-Josef Mispelbaum ist bis Sonntag, 29. Oktober, dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr im Forum für Kunst und Kultur in der Euregio im Eurode-Bahnhof Herzogenrath zu sehen. Feiertags ist geschlossen. Vom 19. November bis 23. Dezember präsentiert Vera Hilger im Forum ihre Malerei. Infos unter www.forum-herzogenrath.eu.

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