Ausstellung mit starken Effekte in der Villa

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Fasziniert von Form und Farbe: Die Künstlerinnen Claudia Rausch-Favard (l.) und Trude Adler stellen in der Villa Herzogenrath aus. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. „Florales und Gerades“ ist derzeit im Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum in der Villa Herzogenrath ausgestellt. Zu sehen sind die effektvollen Arbeiten der Künstlerinnen Trude Adler und Claudia Rausch-Favard.

Claudia Rausch-Favard stammt aus Bayern und studierte in Schottland. Seit 2001 lebt sie in Aachen und arbeitet als Ergotherapeutin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. An der abstrakten Malerei fasziniert sie besonders die Beschäftigung mit Farbkombinationen und die Entstehung von Schatten und Licht. Innerhalb der gegenständlichen Malerei bevorzugt sie Wasser-Landschaften.

Sie arbeitet mit Acryl, Spachteltechniken auf Leinwand sowie Papier und Holzplatten. Zu sehen sind immer wieder Flächen und Linien – Hauptsache gerade. Rausch-Favard besuchte Kurse in experimenteller Malerei in Mexiko und bei Vera Sous an der Bleiberger Fabrik in Aachen. Nach mehreren Ausstellungen in Aachen freut sie sich nun über den Kontakt nach Herzogenrath, der zufällig bei einer Werkschau in Aachen entstanden ist. Trude Adler wurde dort auf ihre Arbeiten und das Klavierspiel ihres Ehemannes aufmerksam. Pianist Frederic Favard bereicherte auch die Vernissage mit seinem Spiel am Klavier.

Mischtechnik

Auch die Werke von Trude Adler zieren jetzt den Salon: Die Aachener Künstlerin zeigt Batiken, Keramiken und Bilder in Mischtechnik. Mit einem Teil der Erlöse aus dem Verkauf ihrer Kunst unterstützt Adler eine Schule in Afrika. Ihre Blumen-Kunst ist vielseitig. Bei den Keramiken bevorzugt sie die sehr alte japanische Raku-Technik. Das spezielle Töpferverfahren ist in den letzten Jahren in Europa populär geworden und hat seinen Reiz in den schwarzen, nicht kalkulierbaren Rissen und Krakeluren. Auch ihre Batiken fertigt die Künstlerin in einem aufwendigen Stofffärbeprozess mit Hilfe von flüssigem Wachs. Da beim Batiken nur gedämpfte Mischfarben auftreten, versucht Adler, durch zusätzlichen Einsatz von Farbstiften leuchtende Effekte zu erreichen. Bei der Mischtechnik ihrer Bilder kombiniert Adler Ölpastellstifte mit Aquarellfarben.

1942 in Holstein geboren, arbeitete Adler bis 1999 als Dozentin für Kunsterziehung am Berufskolleg in Geilenkirchen. Anschließend absolvierte sie Gestaltungs- und Batiklehrgänge sowie einen Malkurs in Andalusien. Die Raku-Technik erlernte sie bei den niederländischen Keramikkünstlern Joyce Oyen und Guido Ancion.

Die Ausstellung „Florales und Gerades“ ist bis zum 27. September in der Villa, Roermonder Straße 63, zu sehen. Dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr und sonntags von 12 bis 16 Uhr.

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