Herzogenrath - Ausstellung „Lichtspiele“: Flüchtige Momente im Bild festgehalten

Ausstellung „Lichtspiele“: Flüchtige Momente im Bild festgehalten

Von: Nina Krüsmann
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Impression aus der Ausstellung, davor der 1. stellvertretende Bürgermeister, Dr. Manfred Fleckenstein, und die Künstlerin Ute Schneider-Thalheim. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Ute Schneider-Thalheims Werke strahlen Lebensfreude und Optimismus aus. Die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit ihres künstlerischen Schaffens beweist ihre Neugier und Experimentierfreudigkeit. Zum zweiten Mal zeigt sie jetzt im Herzogenrather Rathausfoyer ihre Arbeiten.

Ute Schneider-Thalheim wurde 1963 in Aachen geboren. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Friseurin, die sie schließlich 1990 mit der Meisterprüfung abschloss. Dieses Jahr war offenbar der Startpunkt, ihrem Leben eine zyklische Struktur zu geben. Der Sechs-Jahres-Zyklus führte dazu, dass sie 1996, also sechs Jahre nach ihrem Meisterabschluss, eine zweite Ausbildung zur MTA begann, die sie 1999 abschloss.

Nachdem die Erkenntnis reifte, dass in diesem Beruf ihre kreativen Fähigkeiten nicht ausgelebt werden konnten, entschloss sie sich weitere sechs Jahre später zu einem Studium der bildenden Kunst an der Akademie Faber-Castell in Nürnberg, das sie dann 2007 erfolgreich beendete und das nun den Übergang zu einem Fünf-Jahres-Zyklus bildete. 2012 präsentierte sie erstmals im Herzogenrather Rathaus eine Ausstellung, damals mit dem Titel „Faszination Mensch“.

Wiederum fünf Jahre später, zeigt sie nun ihre Werkschau mit dem Titel „Lichtspiele“. „Nun warten wir schon jetzt mit Spannung auf das Jahr 2022“, meinte der 1. stellvertretende Bürgermeister, Dr. Manfred Fleckenstein, der die Vernissage begleitete.

Ute Schneider-Thalheim überschreitet nicht nur künstlerisch gerne Grenzen, sondern täglich auch auf dem Weg zu ihrem Atelier. Die in Aachen geborene Künstlerin wohnt in Kerkrade und hat seit Jahren ihre Arbeitsstätte in Herzogenrath. Seit einigen Jahren betreibt sie das Atelier „Farbklang“ in der Apolloniastraße 14, in dem sie ihre vielfältigen Talente verwirklicht hat. Daneben kehrt sie an zwei Tagen in der Woche zu ihren Wurzeln zurück und frisiert Kunden.

Ihr künstlerisches Portfolio ist sehr vielfältig. Neben menschlichen Porträts malt sie Landschaften und neuerdings auch Tiere. Sie malt mit Ölfarben, Tusche, Kohle ebenso wie in Aquarelltechnik. Neuerdings hat sie sich auch der Schmuckgestaltung verschrieben. Hier stellt sie in liebevoller Handarbeit farbenfrohe Unikate her. Es sind allerdings zwei Komponenten, die sich in all ihren Werken widerspiegeln und letztlich so den verbindenden Charakter herstellen, das Farbenspiel und die Lichtreize. So finden sich in ihren Werken Darstellungen von Sonnenuntergängen, von Lichtbrechungen und -reflexionen an verschiedenen Wasserzuständen. Man spürt geradezu die Diffusität des Lichteinfalls in Wäldern zu den verschiedenen Tageszeiten. Gerade hier kommt ihr sehr gutes Gespür für Farbgebung besonders zum Ausdruck.

„Das Licht ist ein Symbol des Lebens und der Freude.“ so jedenfalls formulierte es Honoré de Balzac. Und genau diese Freude, Licht in seinen verschiedensten Facetten für andere quasi in besonderer Weise sichtbar zu machen, zeigt sich in den Bildern unserer Ausstellerin“, erklärte Fleckenstein.

„Wenn draußen das Licht auf Oberflächen tanzt, beginnt mein Herz zu klingen. Ich möchte diese flüchtigen Augenblicke in meinen Bildern einfangen, zum Beispiel Reflexe auf dem Wasser, Lichtspiele in den Wolken oder andere faszinierende Kontraste, die mir in der Natur ins Auge springen“, sagt die Künstlerin selbst. Ihr Wunsch ist es, den Betrachter auch diese Stimmung, diesen Farbklang, spüren zu lassen. Denn so kann sich auch durch das kleinste Bild im Raum ein Fenster in eine andere Welt öffnen und eine ganz andere Stimmung von uns Besitz ergreifen. Dies in ihrer ganz persönlichen Farbigkeit darzustellen, reizt sie immer wieder aufs Neue.

„An Ideen mangelt es ihr sicher nicht. Und dass sie mit etwas gänzlich Neuem noch einmal ganz von vorne anfangen kann, hat sie in ihrem Leben schon mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Deshalb sehen wir mit gespannter Erwartung ihrem weiteren künstlerischen Werdegang entgegen“, meinte Fleckenstein.

Die Ausstellung „Lichtspiele“ von Ute Schneider-Thalheim ist bis zum 5. Januar 2018 zu sehen.

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