Ausstellung: Krippenkunst aus aller Welt in Setterich

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
11359002.jpg
Klassiker: Krippen mit viel Tannengrün sind in der Ausstellung neben modernen zu sehen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Solch eine Vielfalt kann es nicht in jedem Jahr geben. Mehr als 50 Krippen aufzubauen, etliche Figuren zu arrangieren und auch die Wände und Tische um die Dioramen festlich zu dekorieren – das dauert seine Zeit und kostet auch ein wenig Kraft.

Im Abstand von drei Jahren nimmt der Geschichtsverein Setterich diese Mühe aber gern in Kauf. Und so ist die derzeitige Krippenausstellung im großen Saal des Pfarrheims an der Burg ein besonderes und auch exklusives Vergnügen.

Zum dritten Mal haben Vereinsvorsitzender Heinz-Josef Keutmann und seine Mitstreiter „den „Wahnsinnsaufwand geschultert“, wie Keutmann selbst sagt. „Wir müssen schon Mitte des Jahres mit der Planung beginnen, damit am Ende auch alles passt.“

Alles: Das sind diesmal exakt 51 Krippen aus aller Welt. Manche sehr alt und aus der direkten Nachbarschaft: Wie das Jesuskind aus der alten Settericher Kirche, die am 19. November 1944 zerstört wurde. Die Krippenfigur lagerte seinerzeit im Keller und blieb heil. Vor rund zehn Jahren hatten sich Settericher Realschüler dieser Figur und anderen angenommen und sie in einem Werkkurs liebevoll restauriert. Das war zugleich die Geburtsstunde der Krippenausstellungen des Geschichtsvereins, erinnert sich Keutmann.

So alt wie die Settericher Figuren sind längst nicht alle. Und dass der Geschichtsverein keine Berührungsängste mit modernen Darstellungen hat, zeigt die Auswahl. Da findet auch eine bunte Playmobilkrippe aus dem Spielzeugladen Platz. Ebenso Miniaturdarstellungen aus Peru und sehr abstrakte Figuren aus Ytong-Stein. Sogar aus Stroh geflochten gibt es Figuren, die in einer Vitrine ein besonderer Hingucker sind. Zeitgemäß kann man dazu wohl sagen. Und durchaus noch beliebt. „Vor allem nach den Gottesdiensten ist richtig viel los im Ausstellungsraum“, sagt Keutmann. Auch Kindergartengruppen nutzen die Gelegenheit, sich umzuschauen.

Wie und wo die einzelnen Krippen entstanden sind, erläutern die Mitglieder des Geschichtsvereins bei einem Rundgang gerne. Nachzulesen ist es auch in einem reich bebilderten Katalog, der rechtzeitig zum Ende der Ausstellung erscheinen soll.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert