Ausstellung eröffnet: 100 Jahre Frauenstudium an der RWTH

Von: Sebastian Dreher
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Herzogenrath. Passend zum Weltfrauentag wird am Städtischen Gymnasium Herzogenrath die Ausstellung „100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen” eröffnet.

Neben Informationen zu wichtigen Persönlichkeiten wie Maria Sibylla Merian und Dorothea Erxleben werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Frauenforschung seit den Anfängen des 19. Jahrhunderts gezeigt.

Professor Christine Roll lehrt an der RWTH Aachen die Geschichte des frühen Neuzeit und ist nebenbei die Leiterin des Universitätsarchivs. Ihrer Kompetenz und Forschung ist es zu verdanken, dass die Ausstellung interessante Neuigkeiten zur Frauenforschung bereithält. Erstmalig konnten nicht nur die Namen, sondern auch die Adressen der „Studentinnen der ersten Stunde” bestimmt werden.

Nachdem 1908 in Preußen weibliche Studentinnen zugelassen wurden, schrieben sich 1909 erstmalig auch junge Damen an der Universität zu Aachen ein. Anlässlich dieses Jubiläums im vergangenen Jahr veranstaltete das Hochschularchiv eine Tagung, aus der die nun der Öffentlichkeit vorgestellte Ausstellung hervorging.

Schulleiter Reinhard Granz hat einige Mühe, die vielen Schüler zur Ruhe zu bringen, die sich um die ausgestellten Exponate drängeln. Nach kurzer Einführung durch Christine Roll und Birgit Kuballa, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Herzogenrath, sind jedoch nicht nur die Mädchen begeistert von den aktuellen Forschungen. „Für uns ist Gleichberechtigung längst normal”, sagt Schülersprecher Steffen Mingenbach, „doch zur Zeit meiner Ur-Großeltern erkämpften sich Frauen das Recht zu studieren. Was wir heute als eine Selbstverständlichkeit ansehen, ist das Ergebnis eines langen Prozesses.”

Erklärtes Ziel der Ausstellung ist das nachträgliche Gedenken an die mutigen Kommilitoninnen von einst und die Aufforderung an die Frauen von heute, sich weiter wissenschaftlich zu betätigen und Karrieren anzustreben.
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