Ausstellung: Ein Querschnitt der künstlerischen Arbeit von Willi Lemke

Von: hm
Letzte Aktualisierung:
14740962.jpg
Geheimnisvoll: Schmunzelnd präsentiert Künstler Willi Lemke seine Wandobjekte aus Kambala-Holz und bringt auch versteckte Geheimnisträger zum Vorschein. Foto: Helena Mertens

Alsdorf. Seit mehr als 50 Jahren widmet der pensionierte Lehrer Willi Lemke seine Inspiration künstlerischen Werken. In der Kunstszene gilt er als besonders vielseitiger Künstler. „Entwicklungen“, seine neueste Ausstellung, soll den Besuchern nun einen Einblick in seine über Jahrzehnte entstandene Kunst präsentieren.

Die mehr als 70 Kunstwerke von Willi Lemke zieren derzeit die Räumlichkeiten des Schaffrathhauses. Sie seien als Querschnitt seines künstlerischen Schaffens zu verstehen und lassen die Entwicklung seiner Arbeit greifbar werden, so Lemke.

„Ich versuche immer etwas Neues abzubilden und arbeite mit verschiedenen Materialien“, erklärt der 66-Jährige. Neben seinen Metallplastiken, die seit 16 Jahren häufiger bei Ausstellungen zu sehen sind, zeigt der Künstler im Schaffrathhaus Wandobjekte aus Holz. Nicht nur die Ölfarben auf dem grob-strukturierten Kambala-Holz vollenden das Kunstwerk.

Teils beweglich

Vielmehr will der Künstler die Zuschauer mit den teils beweglichen Objekten zum genauen Hinsehen und Ergründen anregen. Lächelnd berichtet der Künstler: „In den Werken gibt es Verstecke, die die Zuschauer suchen können und auf den ersten Blick nicht so schnell finden werden.“

Auch die dreidimensionalen Recyclingcollagen fesseln den Blick des Betrachters. Seit 1988 nutzt der Künstler vermeintlichen Schrott und verarbeitet defekte Technik in seinen Kunstwerken. Angefangen hat der Künstler mit kaputten Elektrogeräten seines Haushalts, die ihm interessant erschienen.

In London und Istanbul

Nachdem Lemke über 70 verfremdete Äpfel mit Pastellkreide gezeichnet hat, kam ihm die Idee, dass die Pastellbilder und defekten Uhrwerke und Computerteile farblich mit den Werken harmonieren. Inzwischen hängen die Resultate seiner Recyclingarbeiten in London und Istanbul aus.

„Eine Zeit lang war mir der Pinsel zuwider und dann habe ich angefangen mit Scheibenwischern oder Holzleisten zu arbeiten,“ gibt der 66-Jährige offen zu. Seinen Werken hat dies aber keinen Abbruch getan, sie zeichnen sich viel mehr durch den ständig wechselnden Umgang mit verschiedensten Materialien und unterschiedlichen Handwerken aus. Auf den Wunsch seiner Frau hin nutzt Willi Lemke Metall, das er vom Schrottplatz holt, nicht nur für seine Wandplastiken, sondern auch für die Herstellung von Broschen, Anhängern, Ohrsteckern oder Ringen. Die Vernissage findet am 11. Juni um 11.30 Uhr im Schaffrathhaus statt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert