Ausstellung: Die Menschen in der Umgebung im Blick

Von: dag
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Ausstellung in der Galerie der Stadtbücherei Alsdorf: Stéphanie Uhres will mit ihren Werken „Irritationen schaffen“. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Die Ausstellung „Malerei und Zeichnung“ von Stéphanie Uhres ist ab sofort in der Galerie der Stadtbücherei am Denkmalplatz zu sehen. Überwiegend hat sie Menschen aus ihrer Umgebung gemalt. „Zunächst einmal ist da eine Idee/Visio“, sagt sie. Während des sich anschließenden Fotoshooting entwickele sich auch oft noch viel Neues.

Die entstandenen Fotos dienen ihr dann als Vorlage, „um detailliert malen zu können“. Ihre Bilder sind mit 50 bis 80 Schichten belegt, damit sie eine Tiefenleuchtkraft bekommen. Dabei entsteht ein Wechselspiel von Oberfläche und Bedeutung.

Stéphanie Uhres hat sich der realistischen Malerei verpflichtet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine ausschließliche Darstellung der Wirklichkeit, sondern erschafft eine neue Realität mit spontan-malerischen Elementen – insbesondere in der Flächendarstellung des Hintergrunds.

Die Figur sei umgeben von Farbraum, stellt die freischaffende Künstlerin fest: „Es geht um reine Malerei, um die Illusion von Raum und Realität.“ Die wässrige Farbe brauche keine Formen, sie folge der fabelhaften Manier des Aggregatzustandes. So verbinde sich Wirklichkeit mit traumartigen Farbflächen und erzähle eine von gesellschaftlichen Themen inspirierte Geschichte, während sie Fragen aufwerfe.

„Das Interessante ist das Banale, die Menschen in meiner Umgebung“, führt sie aus. „Ich will Irritationen schaffen. Das Angedeutete und nicht dargestellte lässt eigene Interpretationen zu.“

Geboren und aufgewachsen ist die 1980 geborene Künstlerin in Luxemburg Stadt. Inzwischen lebt Stéphanie Uhres mit ihrer Familie in Erftstadt. Seit 2005 ist sie als freischaffende Malerin tätig mit eigenem Atelier im Kunst-Werk Köln. Zuvor studierte sie von 2001 bis 2005 Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn mit Studienreisen nach Polen, Tschechien und in die Schweiz.

Eine „Midissage“ mit Grußworten von Bürgermeister Alfred Sonders und Andrea Presl für den Kunstverein Alsdorf wird es am Freitag, 11. September, vor Ort um 19 Uhr geben. Franz-Josef Kochs vom Kunstverein wird dann auch einige erläuternde Worte zur Ausstellung und Künstlerin sprechen. Das Rahmenprogramm in der Galerie der Stadtbücherei gestaltet die Folkloregruppe La Ronde aus Luxemburg, dem diesjährigen Partnerland des Europafestes. Die Künstlerin, die derzeit ein zweimonatiges Stipendium in Paris absolviert, will dann ebenfalls anwesend sein.

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