Würselen - Ausschuss für Jugendhilfe befasst sich mit Kita-Planung

Ausschuss für Jugendhilfe befasst sich mit Kita-Planung

Von: ehg
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Würselen. Für das Kindergartenjahr 2015/2016 besteht gegenüber dem Jahr 2014/15 noch ein erheblicher Bedarf. Das geht aus der Planung hervor, die Fachbereichsleiter Herbert Zierden dem Ausschuss für Jugendhilfe vorlegte.

Die Zahl der zu versorgenden Kinder im Alter von über drei Jahren hat sich gegenüber dem Vorjahr um 90 Kinder erhöht, bei den unter Dreijährigen gegenüber der Vergleichszahl um 37.

Bei der Bedarfsplanung wird von einer Betreuungsquote von 40 Prozent ausgegangen. Auf dieser Grundlage war auch schon im Vorjahr der Bedarf prognostiziert worden. Diese deutlich erhöhte Kinderzahl führt Zierden auf einen deutlich höheren Bevölkerungszuzug, eine höhere Geburtenrate und auf den Zuzug von Familien, die in Würselen als Asylsuchende beziehungsweise als Flüchtlinge untergebracht sind.

1010 Ü3-Kinder unterbringen

Aus der vom Jugendamt erstellten Bedarfsplanung geht hervor, dass bei den Ü3-Kindern insgesamt 1010 Plätze bereit gestellt werden müssen. Zur Verfügung stehen derzeit 1002 Plätze. Die bestehende Differenz könne, so Zierden, durch Überbelegungen in verschiedenen Einrichtungen abgedeckt werden.

Bei den Kindern unter drei Jahren stehen einem Bedarf von 261 Plätzen in Kitas und 109 in Tagespflege derzeit im kommenden Kindergartenjahr 208 Plätze in Kitas und rund 110 Plätze in Tagespflege gegenüber.

Die Verwaltung stellte dem Ausschuss seine entwickelten Planungen vor, die kurzfristig zu einer besseren Bedarfsdeckung führen sollen. Das Familienzentrum Gerhart-Hauptmann-Straße soll durch Erweiterung drei U3-Gruppen gegenüber bisher geplanten zwei Gruppen erhalten. Dadurch würden sechs zusätzliche U3-Plätze neu geschaffen.

Erhebliche zusätzliche Kosten

Beim geplanten Neubau soll der AW0-Kindergarten an der Morsbacher Straße um eine provisorische U3-Gruppe im kommenden Kindergartenjahr und nach Fertigstellung um dann insgesamt zwei U3-Gruppen erweitert werden. In der Planung befinden sich zwei weitere U3-Gruppen im ehemaligen Schulgebäude Helleter Feldchen.

Was an zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommt, darüber schenkte das Jugendamt, soweit es derzeit möglich ist, reinen Wein ein. Auf 615.000 Euro erhöht sich nach ersten Berechnungen der Ansatz für den geplanten zweigruppigen Ansatz um 34.000 Euro. Da für den gesamten Ausbau der Stadt ein Landeszuschuss von 324.000 Euro zustehen würden, aber nur 253.000 Euro fließen dürften, müssten vier U3-Plätze ohne Zuschuss errichtet werden.

Zusätzliche U3-Plätze stünden frühestens für das Kindergartenjahr 2016/2017 zur Verfügung, da vorher nicht mit einer Fertigstellung der Baumaßnahme zu rechnen sei. Lediglich bei der AWO-Kita könnte bereits im kommenden Kindergartenjahr eine U3-Gruppe provisorisch eingerichtet werden, führte Zierden aus. Ob im Gebäude Helleter Feldchen noch U3-Gruppen eingerichtet werden können, wird derzeit vom zuständigen Fachamt geprüft und berechnet.

Im Bereich der Kindertagespflege wird ein Ausbau um 30 Plätze im kommenden Jahr angestrebt. Es würden statt 80 dann 110 Plätze zur Verfügung stehen. Was zu einer erheblichen Steigerung der Kosten führen werde, nach dem Stand von Dezember 2014 um 300.000 Euro auf insgesamt 870.000 Euro. Die Mehreinnahmen durch veranschlagte Elternbeiträge und durch den Landeszuschuss für Tagespflege betragen rund 100.000 Euro, so dass ein Mehraufwand von rund 200.000 Euro von der Stadt finanziert werden muss.

62 Gruppen werden angeboten

Die Verwaltung prüft weiterhin Maßnahmen, die einen weiteren Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von unter drei Jahren ermöglichen. Für das kommende Kindergartenjahr werden 62 Gruppen in Kindertageseinrichtungen angeboten werden.

Einstimmig beschlossen wurde im Ausschuss der Ausbau des Familienzentrums Gerhart-Hauptmann-Straße mit drei U3-Gruppen. Beginnen sollen die Baumaßnahmen im Sommer 2015.

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