Baesweiler - Ausreden beim Tanzen gelten nicht

Ausreden beim Tanzen gelten nicht

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Gemeinsame macht das Tanzen mehr Spaß: Ein klein wenig gesunder Ehrgeiz mag sich in der Gruppe auch einstellen.

Baesweiler. Selbst bei zehn „Schülerpaaren” trübt sich der Blick fürs Feine nicht. „Harald, Du musst die Ferse zuerst auf den Boden setzen, nicht den Fußballen”, ruft Astrid Lambertz (36) dem leidenschaftlichen Walzer-Tänzer zu und machts auch im selben Moment vor.

Harald ist einer von den Erfahrenen. Aber auch da guckt die Trainerin immer noch ganz genau hin. 75 Minuten auf dem Weg zum silbernen ADTV-Tanzabzeichen. ADTH steht für den Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband.

Woche für Woche nahmen Harald und Elvira Schäfer, ein Ehepaar aus dem niederländischen Eygelshoven, mehrere Übungseinheiten mit. Einmal, zweimal, dreimal in sieben Tagen. Sie können es selbst bestimmen, mit welcher Schlagzahl des Trainings sie einsteigen. Die Möglichkeiten in der Tanzschule Lambertz sind variabel. Denn im Nordkreis unterhält ADTV-Tanzlehrerin Astrid Lambertz ihre Schulen in Würselen, im Alsdorfer Sportforum und eine weitere in Eschweiler.

Wer glaubt, der Gesellschaftstanz sei in die Jahre gekommen, irrt gründlich. Auch heute, zu Zeiten in denen es „trendy” ist, vor einer Sportkonsole im Wohnzimmer Fitneß zu sammeln oder Partys unter ein Karaoke-Motto zu stellen, hat der Tanz seinen ungebrochenen Stellenwert. Nicht nur unter Leuten in „Disco-Jahrgängen”, wenn auch dort überproportional vertreten.

Hat die Generation der Tanzmuffel, der untalentierten Tänzer uns bereits überlaufen? Astrid Lambertz lacht bei dieser Frage: „Das ist mein Lieblingsthema.” Und sie schildert lebendig aus dem Alltag: „Ganz häufig höre ich von Frauen, ich kann ja schon tanzen, aber mein Mann...”.

Die Tanzlehrerin schlägt sich auf „seine” Seite. „Wäre ich ein Mann, würde ich jetzt auch keinen Tanzkurs mehr machen wollen”. Wenn sie aus ihrem Berufsleben erzählt, zitiert sie auch die Herren: „Sie kommen und sagen, ich bin völlig unmusikalisch, habe kein Taktgefühl und bin unbeweglich.” Spätestens dann punktet Astrid Lambertz mit charmanter Überzeugungsarbeit: „Alles Quatsch. Häufig sind Männer nur ungeübt und etwas gehemmt”.
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