Ausgelassenes Toben macht Kinder schlau

Von: ehg
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Viel Spaß: Schnelligkeit, Geschicklichkeit sowie Konzentrations- und Kooperationsfähigkeit wurden bei den Teilnehmern im Rahmen des „intelligenten“ Tobens bei der DJK-Westwacht Weiden gefördert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Es ist kaum zu glauben: Toben macht schlau. Wie wahr das ist, erfuhren 23 Kinder – Jungen und Mädchen bunt gemischt – im Alter von sechs bis zehn Jahren und deren Eltern, wobei die Väter deutlich in der Überzahl waren –, die sich zu einem sportlichen Event der Breitensportabteilung der DJK-Westwacht Weiden für zweieinhalb Stunden in der Sporthalle am Markplatz zur gemeinsamen ungezwungenen sportlichen Betätigung eingefunden hatten.

 Gesponsert von der Actimonda-Krankenkasse erlebte das außergewöhnliche Projekt seine achte erfolgreiche Auflage. Dabei machten nicht nur die kleinen Sportler Erfahrungen fürs Leben, auch deren Väter und Mütter, die sich in ihre eigene Kindheit zurück versetzt fühlen durften. Besonders großen Spaß bereitete deren Schützlingen, dass sie sich gemeinsam mit ihnen „austoben“ durften.

Intelligentes Herangehen

Frei nach dem gleichnamigen Buch der Sportpädagogin Renate Zimmer hatte die Leiterin der Breitensportabteilung, Margret Kuck, das bunte Bewegungsprogramm mit ihren Helferinnen konzipiert. „Märchen“ lernten dabei die Kids, die leicht kostümiert mit Feuereifer zur Sache gingen, aber auch deren Eltern auf eine sportliche Art und Weise kennen.

Nicht zuletzt wurden ihnen Kreativität und Ideenreichtum abverlangt. Führt doch das intelligente Herangehen an die Bewegungs- und Spielaufgaben schneller zum Ziel. Beim Aufwärmen machten Kinder und Eltern Bekanntschaft mit „Rotkäppchen“. Mit vereinten Kräften ziehen sie gegen den „Wolf“ zu Felde, bis die nötige „Betriebstemperatur“ erreicht ist.

Eine fürwahr heiße Schlacht. Zwei Mannschaften treten beim „Froschkönig“ gegeneinander an. Ihre Spieler müssen um die Wette Bälle zwischen den Füßen rücklings in dessen Brunnen transportieren. Schnelligkeit, Konzentrations- und Kooperationsfähigkeit sowie Geschicklichkeit werden bei den kleinen und großen Spielern auf den Prüfstand gestellt. Da hieß es nur noch: Toben macht schlau!

Aschenputtel hat einen Schuh verloren, den es in der sportlichen Version des Märchens aus dem Schuhberg herausholen muss. Die „Kutschfahrt“ erfolgt von einer zur anderen Kopfseite der Turnhalle. Verliert „Aschenputtel“ unterwegs Linsen, müssen diese erst wieder eingesammelt werden, bevor es weiter machen darf. Gewonnen hatte am Ende die Mannschaft, die die meisten Linsen sammeln konnte. Ausdauer wurde bei diesem märchenhaften Spiel groß geschrieben.

Zwerge mit Zipfelmützen auf dem Kopf und mit ihnen Prinzen mit Kronen auf ihren Häuptern machen sich über die sieben Berge auf den Weg zu „Schneewittchen“. Bei Margret Kuck waren es drei böse Stiefmütter, die immer wieder vergiftete Äpfel an bestimmten Stellen in den Bergen deponierten. Ein großartiges Gemeinschaftsspiel, eine echte Herausforderung beim Steigen und Rutschen über die frei schräg schwebenden Bänke. Mut machen die Eltern durch ihre Hilfestellung.

Luftballons, Fliegenpatschen und eine Zauberschnur kommen bei „Frau Holle“ ins Spiel. Die Mädchen haben die Aufgabe, die Betten auszuschütteln. Die Schulung der Wahrnehmung steht hoch im sportlichen Kurs. Zur großen Wäsche stellen die kleinen und großen Bewegungskünstler sich noch einmal bei den Zwergen ein. „Aufgelegt“ wird der zweite Teil des bekannten Märchens „Schneewittchen“.

Die Spieler bewegen sich auf Putzlappen zu den Wäscheleinen und hängen die Wäsche auf, sofern sie das Ziel erreichen. Absprachen mussten getroffen und eingehalten werden. In „Reserve“ hielt Margret Kuck noch die „Bremer Stadtmusikanten“, ein weiteres farbenprächtiges Spektakel voller sportlicher Ambitionen. Zur Stärkung zwischendurch gab es für alle Spielerinnen und Spieler, aber auch für die Helferinnen Getränke und einen gesunden Imbiss.

Mit von der Partie waren in diesem Jahr erstmalig auch Helferinnen der erfolgreichen neuen „Ballspielgruppe“. Die Begeisterung war vor allem bei den „Kids“ so groß, dass sie sich auf eine weitere Auflage von „Toben macht schlau“, in angemessener Lautstärke, im nächsten Jahr heute schon freuen. Was dem Breitensportteam dazu einfallen wird, darauf dürfen sie gespannt sein.

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