Ausblick in Baesweiler: Viele Herausforderungen, wenig Geld

Von: Stefan Klassen
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Festliche Stimmung und konzentrierte Zuhörer beim Neujahrsempfang: Bürgermeister Dr. Willi Linkens skizzierte in seiner Ansprache die Aufgaben und Ziele für 2013. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Da musste auch der Bürgermeister kräftig schmunzeln: Als Dr. Willi Linkens beim feierlichen Neujahrsempfang der Stadt Baesweiler im PZ des Gymnasiums vom Rednerpult aus die Gäste begrüßte, sagte er unter anderem „Helmut Schmidt“ ein herzliches Willkommen.

Was bei den mehr als 500 Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern aus Politik, Institutionen, Vereinen und Verwaltung für lautstarke Erheiterung sorgte. Denn Linkens hatte versehentlich eine namentliche Symbiose aus den Ehrengästen MdB Helmut Brandt und MdL Hendrik Schmitz, beide Christdemokraten, hergestellt. „Vielleicht wird Helmut Brandt ja noch Bundeskanzler“, schob Linkens unter großem Gelächter des Auditoriums nach. Ein vergnüglicher Beginn des neuen Jahres.

Und auch sonst hielt Bürgermeister Linkens beim Neujahrsempfang das Stimmungsbarometer auf Hochdruck-Werten. In seiner Ansprache, die Resümee des Vergangenen und Ausblick auf das kommende war, betonte er: „Trotz ungünstiger finanzieller Rahmenbedingungen resignieren wir nicht und können in vielerlei Hinsicht eine positive Bilanz ziehen.“

Als Grund dafür führte er Bauprojekte wie etwa das fertiggestellte Haus Setterich, die Umgestaltung der Hauptstraße in Setterich, Planungen für ein Einkaufszentrum am Feuerwehrturm in Baesweiler, die erfolgreiche energetische Sanierung des Gymnasiums oder den mit großem bürgerschaftlichen Engagement geschaffenen „Oidtweiler Treff“, der Samstagabend um 18 Uhr eröffnet wird, an.

„Überaus erfreulich“ sei auch die Entwicklung des Gewerbegebietes. So hatte dort im September das Unternehmen Cook Medical seine Europazentrale eröffnet. Darüber hinaus habe die Stadt mit ihren Aktionswochen für Jugendliche und Senioren erneut ihr Prädikat als kinder- und familienfreundliche Kommune bestätigt, betonte Linkens in seiner Neujahrsansprache.

In den nächsten zwölf Monaten werde „eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen sein“, was die Zukunft der weiterführenden Schulen betrifft, blickte der Erste Bürger nach vorne. Es müsse darum gehen, das Auspendeln von Schülern zu verhindern und zugleich in der Stadt ein breitgefächertes schulisches Angebot zu haben.

Die Eltern dürften nicht verunsichert und eine Entscheidung unter Berücksichtigung aller Aspekte „nicht übers Knie gebrochen“ werden. Klar sei indes: „Alle drei weiterführenden Schulen unserer Stadt – das Gymnasium, die Realschule, aber auch die Hauptschule – leisten sehr gute und überaus qualifizierte pädagogische Arbeit.“

Als weitere Aufgaben und Ziele für 2013 benannte Bürgermeister Linkens die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnraum für junge Menschen sowie die Beteiligung der Bürger bei aktuellen Themen. Weiterhin müsse alles daran gesetzt werden, zwei wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte zu realisieren: Die L 50n von Setterich Richtung Aldenhoven, bevor der Bau „den Einsparungsüberlegungen der Landesregierung zum Opfer fällt“, und ein Anschluss an das Netz der Euregiobahn. „Dieses mittelfristige Ziel müssen wir mit Engagement und Überzeugungskraft weiter verfolgen.“

Die Eigenständigkeit erhalten

Vor allem aber gelte es, angesichts der sich verschlechternden finanziellen Lage, „die uns von außen aufgedrückt wird“, ein Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden und die Steuern und Gebühren in einem „verträglichen Rahmen“ zu halten. Nur so könnten „die Besonderheiten, die unsere Stadt auszeichnen und als harmonische Gemeinschaft prägen“, den Menschen erhalten bleiben, betonte Dr. Willi Linkens unter dem Beifall der Gäste beim Neujahrsempfang.

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