Ausbildungsmarkt: Duale Ausbildungen sind beliebt

Von: mabie
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Er macht den MATSE: Till Franzke absolviert beim Herzogenrather Oel-Wärme-Institut den praktischen Teil seiner Ausbildung zum Mathematisch-Technischen Software-Entwickler. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Till Franzke ist der MATSE bei OWI: Es macht nichts, wenn man jetzt nur Bahnhof versteht. Wenn am Donnerstag im Technologiepark Herzogenrath (TPH) der siebte Alsdorf-Herzogenrather Ausbildungsmarkt startet, sind solche Kürzel an der Tagesordnung. MATSE ist die Kurzform der Ausbildung zum Mathematisch-Technischen Softwareentwickler, ein dualer Studiengang der unter anderem beim Oel-Waerme-Institut (OWI) in Herzogenrath angeboten wird.

Dort setzen sich täglich hoch spezialisierte Mitarbeiter mit den Brenn- und Heizstoffen Heizöl, Diesel und Benzin und deren Anwendung auseinander.

Der 21-jährige Till Franzke kennt das Unternehmen schon aus der Schulzeit. „Ich war hier früher schon als Hiwi beschäftigt.“ Allerdings hat das Hilfswissenschaftler-Dasein nichts mit seiner jetzigen Tätigkeit zu tun. Denn im dualen Studium hat er gelernt, seinen Tagesablauf genau zu planen. „Man muss generell anders mit der Freizeit umgehen“, sagt er. Mindestens Acht-Stunden-Tage sind die Regel, meist natürlich mehr. „Generell ist es aber schon mehr Arbeit, man macht ja eine Ausbildung und ein Studium zugleich“, sagt Franzke. Das bestätigt auch Dennis Blümlein, der als Azubi bei OWI war und nun Gruppenleiter der Infrastruktur ist.

„Man muss sich bewusst sein, dass das anstrengender ist, als ein normales Studium“, sagt er. So sitzt MATSE Till meist am Computer, entwickelt, lernt, mit den Datenerfassungsgeräten umzugehen und macht noch alles rund ums Studium.

„Für uns ist es besser, wenn die Leute nicht erst eingearbeitet werden müssen“, sagt Heide vom Schloß, Prokuristin und stellvertretende Abteilungsleiterin des Innendienstes. So seien dual ausgebildete Nachwuchskräfte direkt in der Materie, nutzten die Synergieeffekte aus dem Studium für ihren Arbeitsplatz gleich mit. „Eine sehr gute Kombination“, findet sie. Einen großen Vorteil gegenüber dem Dasein als normaler Studenten will Till Franzke nicht verschweigen: „Man verdient Geld, mit dem, was man studiert“, freut er sich.

Die räumliche Nähe zu seinem Heimatort Aachen war ihm wichtig, und als mathematisch Begabtem hat er sein ideales Betätigungsfeld gefunden. Was nach dem Abschluss kommt, lässt er sich noch offen. „Vielleicht den Master machen, arbeiten oder was ganz anderes, dazu habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, schließt er. Die Kollegen bei OWI, die sich am liebsten den eigenen Nachwuchs selbst ausbilden und dann auch im Betrieb halten, haben sich auch noch nicht dazu geäußert.

„Wir suchen jetzt aber im Moment keinen neuen MATSE, sondern Mechaniker und Mechatroniker“, schließt Eva Köhne von der Personalverwaltung. Der Ausbildungsmarkt öffnet am morgigen Donnerstag von 8.30 bis 14.30 Uhr im Technologiepark an der Roermonder Straße 100 in Kohlscheid für alle Interessenten seine Pforten. Er wird von den Tageszeitungen präsentiert, der Eintritt ist wie immer frei.

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