Ausbaustand der Gesamtschule Kohlscheid in der Kritik

Von: mabie
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Logistische Probleme: Die Gesamtschule wächst in die auslaufende Hauptschule hinein. Foto: Bienwald

Herzogenrath. Höchst unzufrieden über den Ausbaustand der Gesamtschule in Kohlscheid zeigte sich jetzt auch die Politik. „Nach drei Jahren müssen wir feststellen, dass es an vielen Stellen holpert“, sagt SPD-Sprecher Dr. Manfred Fleckenstein im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur.

So funktioniere beispielsweise das elektronische Bestellsystem der Mensa nur für komplette Gerichte, einzelne Snacks müssten nach wie vor bar bezahlt werden. Auch bei den sonst hochgelobten, digitalen schwarzen Brettern sei noch keine zufriedenstellende Funktion erreicht, sagte der Sozialdemokrat weiter.

Endgültig keinen Spaß verstand er dann bei den fehlenden Telefon- und Internetanschlüssen für die Lehrer und die Mängel an der Turnhalle, die beispielsweise lose Sprossenwände aufwies. Hier konnte Fachbereichsleiter Rolf-Peter Kalmbach aber gleich Entwarnung geben, die Mängel an der Turnhalle seien allesamt behoben.

Allerdings zeigte der Mann vom zuständigen Fachbereich 4 noch ein ganz anderes Problem auf. So wiesen die vorhandenen Ressourcen deutliche Grenzen auf. Damit meinte er nicht nur die finanziellen Nöte der Stadt, sondern auch die Bauferien, die teils Gewerke in ihrer Ausführung verhindert hätten.

„Unserer Verkehrssicherheitspflicht sind wir aber immer nachgekommen“, versicherte Bürgermeister Christoph von den Driesch. Er gab allerdings „ein paar kommunikative Schwierigkeiten“ auch in der Stadtverwaltung zu. So müsse auch nach Ansicht des Verwaltungschefs der Bauzeitplan stetig aktualisiert werden, um die Politik über die Arbeit der Verwaltung und der Handwerker auf dem aktuellen Stand zu halten.

„Es wäre schön, wenn in diesem Punkt Taten folgen würden“, kommentierte Christoph Pontzen (FDP) diese Zusage auf mehr Kommunikation in der Verwaltung. CDU-Sprecherin Renate Gülpen wollte gleich die Planung festzurren und fortschreiben, „sonst stehen wir im nächsten Jahr an einem Punkt, den keiner so wollte.“

„Sehr makaber“

Und zum Telefon wusste Josef Poqué eine „filmreife Geschichte“ zu berichten. So habe es zunächst Probleme bei der Leitungsbelegung gegeben, weshalb die Telekom eingeschaltet werden musste. Dann musste abgewartet werden, ehe die Leitungen überhaupt nutzbar waren – der erste Antrag bei der Telekom datierte vom März. Zwischenzeitlich behalfen sich die Lehrer mit Mobiltelefonen. „Das ist sehr makaber“, schloss Poqué, „Mit so einem Zeitraum haben wir nicht gerechnet.“

Sport und gesunde Ernährung hoch im Kurs

Vom Unterrichtsalltag in der Städtischen Gesamtschule Kohlscheid gibt es hingegen durchweg positive Nachrichten: Etwa mit Blick auf das erklärte Ziel, eine „gesunde Schule“ zu werden. Die Fachgruppe Sport hatte unter Leitung von Gabriella Zurborg ein Konzept auf Basis der drei Säulen Bewegung, Ernährung und Aufklärung erstellt. Dafür hat die Schule den mit 1500 Euro dotierten Gesundheitspreis der Städteregion gewonnen.

Die daraus resultierenden Ernährungs- und Bewegungsangebote sind ein Erfolg: So hatten die Fünftklässler Aufgabenbereiche zu bewältigen, für die Eintrittskarten zur Kletterhalle Aachen winkten. Dieses Ziel erreichten etwa 50 Kinder. Sie mussten bei den Bundesjugendspielen eine Sieger- oder Ehrenurkunde erringen, an einer Sport-Arbeitsgemeinschaft teilnehmen und ein Schwimmabzeichen erwerben.

Außerdem waren sie verpflichtet, an einem Schnellkurs für ein sicheres Fahrrad und Reifenreparatur teilzunehmen und möglichst oft mit dem Rad zur Schule kommen. Der Geldpreis wurde auch verwendet, in allen Klassen von Zeit zu Zeit ein Frühstück mit Obst- und Milchprodukten anzubieten.

Schulleiterin Barbara Onkels ist überzeugt, dass ausreichende Bewegung in Zusammenhang mit gesunder Ernährung auch zu guten schulischen Leistungen führt. „Die bisherigen Erfolge bestärken uns und wir werden das begonnene Konzept weiter führen.“

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