Ausbau der U-3-Betreuung: „Strategien im Kopf”

Von: ehg
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Würselen. Der Ausbau der Kindestagesbetreuung soll bis 2013 im Rahmen des vom Bund aufgelegten Investitionsprogramms sicherstellen, dass bundesweit durchschnittlich 35 Prozent Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplan in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege erhalten.

Dass das Jugendamt der Stadt bemüht ist, diesem Anspruch gerecht zu werden, unterstrich Sachbereichsleiter Herbert Zierden in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. „Wir dürfen damit rechnen, dass die beantragten Fördermittel fließen werden”, verbreitete er Zuversicht.

Mit den freien Trägern sei das Jugendamt darüber im Gespräch, wie angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel die Finanzierung der verschiedenen, auch baulichen Maßnahmen unter Dach und Fach gebracht werden können.

Wermutstropfen

Der Wermutstropfen: „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir mit 35 Prozent da kommen werden.” Es deute vieles darauf hin, dass dieser Prozentsatz nicht ausreichen werde. Zierden räumte Sorgen des sachkundigen Bürgers Christian Hohmann aus: „Wir haben schon Strategien im Kopf. Wir werden prüfen, welche Optionen wir noch in unseren Einrichtungen haben.”

SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix bezog das Land mit in die Problemlösung ein. 1. Beigeordneter Werner Birmanns: „Dass die 35 Prozent nicht reichen werden, ist allen bekannt.” Damit nahm auch er die übergeordneten Gremien in die Pflicht.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden einige Maßnahmen mit Zuwendungen aus dem „Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung” realisiert. In der Katholischen Kita St. Balbina und im Evangelischen Familienzentrum Grevenberger Straße wurden zur Schaffung von jeweils sechs Plätzen für zweijährige Kinder innerhalb des bestehenden Gebäudes bereits Umbau-/Ausbaumaßnahmen vorgenommen.

Weitere Maßnahmen

Durch einen Anbau wurde in diesem Sommer die Städtische Kita an der Lessingstraße erweitert, wodurch zwölf U-3-Plätze geschaffen werden konnten. In der katholischen Einrichtung entstanden sechs U-3-Plätze. Im laufenden Kindergartenjahr stehen weitere Maßnahmen an. Die städtische Kita „In der Dell” wird in Koppelung mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II energetisch saniert. Gleichzeitig wird sie um einen Anbau erweitert, um hier sechs Plätze für unter 3-Jährige anbieten zu können.

Die katholische Einrichtung St. Marien und das Montessori-Familienzentrum soll zur Schaffung von ebenfalls sechs U-3-Plätzen durch kleinere Anbauten ausgebaut werden. Die Integrative Waldorf-Kindertagesstätte nimmt Aus-/Umbaumaßnahmen zur Schaffung von sechs U-3-Plätzen vor. „Und wie steht es mit Bardenberg?”, wollte SPD-Sprecher Ulf Dreßen wissen?

Dazu Zierden: „Dort sind 16 Plätze vorgesehen.” Sofern auch hier die Mittel bewilligten würden, sollten sie 2011 zur Verfügung stehen. In der Tagespflege wurden seit 2008 für 25 neue Plätze Investitionsmittel in Anspruch genommen. Bisher liegt für einen U-3-Platz ein Antrag zur Finanzierung von Ausstattung und Spielmaterial vor.
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