Herzogenrath - Ausbau der Hoheneich- und Kreutzstraße ist unumgänglich

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Ausbau der Hoheneich- und Kreutzstraße ist unumgänglich

Von: tv
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Herzogenrath. Auf großes Interesse ist sie gestoßen, die Bürgerinformationsveranstaltung zum Ausbau der Hoheneich- und Kreutzstraße. Dementsprechend war der Saal im Kohlscheider Bürgerhaus bis zum letzten Platz besetzt.

Überrascht hat das von den Offiziellen sicherlich niemanden. Schließlich gab es, zumindest aus Bürgersicht, Brisantes zu bereden. Was habe ich als Anwohner für den Ausbau der Straßen zu zahlen? Was kosten Dichtheitsprüfung und gegebenenfalls Erneuerung des Hausanschlusses? Diese Fragen standen im Fokus des Zuschauerinteresses.

Zunächst wurden die vorläufigen Pläne zum Ausbau von Volker Wirtz, zuständig bei der Stadt für Kanal- und Straßenplanung, vorgestellt. Dabei hat er, wie auch der technische Dezernent der Stadt Herzogenrath, Rüdiger Staron, keinen Zweifel daran gelassen, dass es Zeit wird die in den 1950er und 1960er Jahren entstandenen Straßen von Grund auf zu sanieren.

Weitere Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen, wie sie nach vergangenen Frostperioden immer wieder durchgeführt wurden, hätten keinen Sinn mehr. Der Finanz- und Zeitaufwand dafür stehe in keinem Verhältnis zu den unbefriedigenden Ergebnissen.

Zu den technischen Daten der neuen Fahrbahnen, Parkplätze und Begrünung wurde aus Reihen des Publikums auch rege nachgefragt. Ausgiebig erklärten Wirtz und Staron, aber auch Bürgermeister Christoph von den Driesch und Markus Schlösser, Leiter des Fachbereiches 4 (Bau- und Betrieb), welche Argumente für einen Ausbau in dieser Form sprächen.

Als Beispiel diente die Nordstraße, die vor rund drei Jahren ähnlichen Baumaßnahmen unterzogen wurde. Die Voraussetzungen seien in beiden Fällen identisch und die enorm gesunkenen Unfallzahlen mit Personenschäden in der Nordstraße seit dem Umbau wiesen in eine deutliche Richtung

Zu den Kosten, die auf die Anwohner zukommen, konnten indessen nur Schätzwerte genannt werden. Es stünden noch nicht alle Faktoren für die Einzelfallberechnungen zur Verfügung. Jedoch habe jeder Betroffene das Recht und die Möglichkeit, seinen Fall mit der entsprechenden Stelle der Verwaltung persönlich zu besprechen.

„Wir haben die Richtwerte aber sehr konservativ berechnet, so dass die tatsächlichen Kosten für jeden Einzelnen nicht höher als hier vorgetragen ausfallen sollten”, versprach von den Driesch. Je nach anrechenbarer Grundstücksgröße, Geschosszahl, Lage des Grundstücks und weiterer Berechnungsfaktoren liegen die zu entrichtenden Eigenanteile zwischen unter 3000 und über 8000 Euro. In der Kategorie zwischen 2000 und 5000 Euro lägen 129 der insgesamt 161 Grundstücke.

Die Dichtheitsprüfung schlage pro Hausanschluss mit 300 bis 500 Euro zu Buche. Sollte eine Erneuerung nötig sein, sei mit Kosten von um die 350 Euro pro laufendem Meter zu rechnen.

Auch wenn sich von den Driesch zwischendurch mit beruhigenden Worten an die Leute im Saal wenden musste, nachdem der Vorwurf aus dem Publikum laut wurde, die Politik wolle die Sanierung auf Kosten der Bürger durchdrücken, ist die Bürgerversammlung alles in allem doch sehr konstruktiv verlaufen, so der Eindruck.

Für die Begründung an den ausgebauten Straßen mit Bäumen konnte sich die Mehrheit der Teilnehmer beispielsweise nicht erwärmen. Der Bürgermeister versicherte, dies in den weiteren Planungen zu berücksichtigen. Schließlich sei man auch zusammen gekommen, um die Wünsche und Anregungen der Bürger mitzunehmen.
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