Alsdorf - Aus Wassertank wird „Turm für Planer“

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Aus Wassertank wird „Turm für Planer“

Von: Karl Stüber
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Neue Funktion im alten Gemäuer: Ein Alsdorfer Architektenbüro will den ehemaligen Wasserturm von Anna II nutzen. Foto: Karl Stüber
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Option auf eine Erweiterung: Neben dem Alten Wasserturm könnte noch ein weiteres Gebäude errichtet werden. Vorentwurf: asa

Alsdorf. Eigentlich wäre es thematisch interessant gewesen, den alten Wasserturm von Anna II an der Konrad-Adenauer-Allee in das Energeticon-Konzept eines Dokumentationszentrums für Energieformen einzubeziehen. Aber es kommt anders – und das keineswegs schlecht.

Das etwas abseits vom Energeticon-Gebäude-Ensemble stehende markante Zeugnis des Steinkohlebergbaus wird mit neuem Leben gefüllt. Wo zuletzt noch Druckreservoir, Steigleitung und Pumptechnik vorherrschten, sollen bald Büroräume geschaffen werden, in denen an neuen Konzepten gearbeitet und Projekte entworfen werden. Aus dem Wasserreservoir wird eine Art „Turm für Denker und Planer“. Der Alsdorfer Architekt Hans-Willi Mertens will nebst Firma „asa – Architekten Stadtplaner Alsdorf“ dort Einzug halten, wie jetzt im Stadtentwicklungsausschuss erneut thematisiert wurde.

Bereits vor ein paar Monaten hatte Mertens bei der Stadt Alsdorf beantragt, das Areal auf dem der Wasserturm steht, mit einer Nutzungsänderung zu kennzeichnen. Aus „öffentlicher Grünfläche“ soll „Mischgebiet“ werden. Da die Nutzung des Baudenkmals als Büroturm konstruktionsbedingt und von der Raumaufteilung her natürlich sehr eingeschränkt möglich ist, möchte das Mertens-Team auch „aus ökonomischer Sicht“ die Option haben, „einen weiteren Baukörper“ direkt am Wasserturm zu errichten. „Erst durch die Erweiterung der Bebaubarkeit sind die aufwändigen Investitionen zur Erhaltung des Wasserturms im Verhältnis zur Nutzbarkeit rentabel“, argumentiert Mertens.

Der Stadtentwicklungsausschuss kam dem Antrag auf entsprechende Änderung des Bebauungsplans jetzt nach. Die Verwaltung brachte ihre „Begeisterung“ leicht verklausuliert zu Papier: Durch Änderung des Bebauungsplans werden „die Voraussetzungen für den Erhalt eines denkmalgeschützten und stadtbildprägenden Gebäudes in direkter Nachbarschaft zum Anna-Park und dem Zentrum der Stadt Alsdorf geschaffen“.

Verbunden mit der Errichtung eines modernen, aber in der Außengestaltung dem Umfeld angepassten Bürogebäudes, das dreigeschossig mit Staffelgeschoss ausgeführt werden soll, sind gestalterische Maßnahmen wie Bepflanzung vorgesehen, was die derzeitige Industriebrache weiter aufwertet.

Die Obere Denkmalbehörde, so die Stadtverwaltung, hat in einem Ortstermin ihre Zustimmung für entsprechende Baumaßnahmen in Aussicht gestellt. Die Flurstücke, auf denen der Umbau realisiert werden soll, befinden sich im Eigentum der NRW.Urban GmbH & Co. KG.

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